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Foto: Erik Mandre - stock.adobe.com
Rund, aber gesund: Das Fett schützt den Braunbär vor der Kälte.

Fettstoffwechsel

Ach, du dicker Bär!

Vor dem Winterschlaf bauen Braunbären dicke Fettpolster auf, die bis zum Frühjahr wieder schmelzen. Ihren Blutgefäßen schadet das nicht.

In Alaska veranstalten die National Parks jedes Jahr im Herbst den Fat-bear-Wettbewerb. Online kann man die Kandidaten per Webcam beim Futtern beobachten, schließlich wird der fetteste aller Bären gewählt. Dieses Jahr geht der Preis an Dickwanst Otis aus dem Katmai-Nationalpark. Mit einem geschätzten Gewicht von über 450 kg lässt er die Konkurrenz locker hinter sich. Sein Erfolgsrezept: Etwas schläfrig und möglichst bewegungslos im Wasser stehen, dabei aber einen fetten Lachs nach dem anderen abfischen.

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Gewichts-Jojo ohne Atherosklerose

Im Frühjahr sind die Bären noch mager, über den Sommer verdoppelt Meister Petz sein Körpergewicht beinahe. Bis Ende Oktober müssen die Bären sich große Fettreserven anfressen, um die lange Winterruhe zu überstehen. Im Torpor ist der Energiebedarf erheblich reduziert, sodass sie den ganzen Winter von den Reserven zehren können. Doch trotz des massiven Fettabbaus im Winter scheinen Braunbär keine Probleme mit Atherosklerose zu bekommen. Beim Mensch führt eine Hyperlipidämie durch das Einlagern von Fetten in Blutgefäßwände zur Atherosklerose, vor allem in Herzkrankgefäßen, Halsschlagader und großen Beinarterien. Wie vermeiden die Tiere bei dem Hin und Her eine Fettstoffwechselstörung? Der Frage ist ein Forschungsteam u. a. von der Vetmeduniversität Vienna nachgegangen. Hier ist die Originalstudie zu finden.

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Der Braunbär-Organismus scheint hier tief in die Trickkiste zu greifen: Zwar waren durch die massive Verstoffwechslung von Fetten im Winterschlaf fast alle gemessenen Lipidspiegel erhöht, aber auch die Aktivität des Cholesterinester-Transferproteins war deutlich höher. Dadurch schaffen es die Bären, die Zusammensetzung von High Density Lipoproteinen (HDL) zu stabilisieren. Der Anteil kardioprotektiver Metaboliten stieg während des Winterschlafs an. Die periphere Cholesterin-Freisetzung und Synthese schienen im Winter hingegen streng kontrolliert abzulaufen. Schließlich nimmt die antioxidative Kapazität des Plasmas zu und beugt so zusätzlich fettspezifischen oxidativen Schäden vor. Die Forschenden hoffen, vom Bär zu lernen und neuen Strategien zur Atherosklerose-Therapie auf der Spur zu sein. (Red)

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