Foto: Deutscher Tierschutzbund e. V.

Artenschutz

Achtung Krötenwanderung

Bei der alljährlichen Krötenwanderung kann man schnell und einfach helfen und so das Leben vieler Tiere retten.

Jedes Frühjahr erwachen Kröten und und andere Amphibien aus ihrer Winterstarre und begegen sich auf die Wanderschaft zu ihren Laichplätzen. Da die Tiere auf ihrem Weg oftmals Landstraßen überqueren müssen, werden sie vielfach Opfer des Verkehrs. Der Deutsche Tierschutzbund bittet daher Auto- und Motorradfahrer um Vorsicht. Damit die Tiere eine Chance haben, sollte man vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 fahren.

„Meist sind die Tiere in verregneten und frostfreien Nächten unterwegs, in der Regel ab Einbruch der Dämmerung und bis circa Mitternacht“, weiß Ade, Referentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Das immer dichter werdende Straßennetz bedeutet Lebensgefahr für die wandernden Tiere. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, vor allem Erdkröten, die in großer Zahl unterwegs sind. Auch wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge töten: Dieser bringt die Blutgefäße der Tiere zum Platzen. „Daher ist es besonders wichtig, beim Auto- oder Motorradfahren die Geschwindigkeit zu reduzieren, wenn Amphibien auf Wanderschaft sind“, sagt Ade.

Tierschutz-Einsatz bei Krötenwanderungen

Besonders von Krötenwanderungen betroffene Straßen werden vereinzelt gesperrt. An manchen Stellen helfen Krötentunnel oder –brücken den Tieren bei der sicheren Überquerung der Straßen. Andernorts sind Tierschützer im Einsatz, die Krötenzäune errichten, diese kontrollieren und die Tiere in Auffangeimern über die Straße tragen.

Aber auch als Gartenbesitzer kann man Schutzquartiere für Amphibien schaffen – in Form von Komposthaufen, Steinhügeln oder Altholzhaufen, in denen sich die Tiere gern verkriechen. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten. Keller und Kellerschächte sollten Tierfreunde mit einem Schutzgitter abdichten oder sie regelmäßig auf ungewollt gefangene Amphibien kontrollieren.

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