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Toxische Beziehungen sind Energieräuber. Betroffene fühlen sich von ihrem Partner abhängig und ohne ihn luftleer.

Buchtipp & Gewinnspiel

Achtung toxisch!

Hast Du schon mal von dem Begriff toxische Beziehung gehört? Viele stecken in einer, ohne sich darüber bewusst zu sein.

Von Lisa-Marie Petersen

So, nun verrate ich Dir mal was: Liebe und Partnerschaft, Freundschaften und selbst kollegiale Beziehungen dürfen sich leicht anfühlen. Kein Drama, keine Intrigen, keine Abhängigkeiten oder Drohungen. Das bedeutet nicht, dass es sich zwischenmenschlich immer nach Einhorn und rosa Zuckerwatte anfühlt, das Leben ist nun mal kein Ponyhof und zwischenmenschliche Beziehungen sind Arbeit. Doch in toxischen Beziehungen, die zum Beispiel zu einem Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung bestehen, können extrem schädlich sein. Toxische Beziehungen sind durch Abhängigkeit, Schuldzuweisung, emotionale Erpressung und Abwertung gekennzeichnet. Sie rauben dem Betroffenen seine eigene Identität und Selbstsicherheit, sodass sich alles in der Welt des Opfers nur noch um die toxische Person dreht.

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Voller Minderwertigkeitskomplexe: Der Narzisst

Vermutlich habt Ihr schon mal gehört, wie jemand gesagt hat: „Der ist voll der Narzisst!“ Hinter dieser Begrifflichkeit, die manchmal etwas salopp genutzt wird, verbirgt sich aber tatsächlich viel mehr: Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung sind Hauptverursacher toxischer Beziehungen. Häufig treten sie arrogant und selbstherrlich auf. Nach außen hin sind sie die Größten, gutaussehend, charmant und einnehmend. Doch innerlich sind diese Menschen häufig ganz klein und von Selbstzweifeln zerfressen. Ihre größte Angst ist es daher, dass es jemandem gelingen könnte, hinter die Kulissen zu blicken: Denn ihren geringen Selbstwert soll bloß niemand aufdecken! Mit Kritik ist man bei diesen Menschen deshalb auch an der falschen Adresse.

Klingt alles sehr wenig anziehend! Wieso sollte man sich auf so einen Menschen überhaupt einlassen? Die Antwort darauf lautet: Narzissten sind Experten darin, ihr Gegenüber um den Finger zu wickeln. Um jemanden zu erobern, geben sie alles, versprühen Charme und sparen nicht mit Komplimenten. In der „Idealisierungsphase“ erfüllen sie die menschlichen Grundbedürfnisse nach Bindung und Zugehörigkeit. Zappelt die oder der Auserwählte dann an der Angel, weht schnell ein anderer Wind: Statt Komplimenten steht plötzlich Kritik an der Tagesordnung. Verurteilungen und Schuldgefühle zerstören dann Schritt für Schritt das zappelnde Opfer, das sich nach der ersten Phase der Beziehung sehnt.

Im Netz gefangen

Das Schlimme daran ist: Zappelt das Opfer erstmal im Netz des Narzissten, ist es unheimlich schwer, den Absprung zu schaffen. Hierfür bedient sich der Narzisst zahlreicher Taktiken: Wenn er merkt, dass sich sein Gegenüber von ihm zu entfernen beginnt, packt er wieder all seinen Charme aus. Das löst beim verliebten Opfer einen Ausstoß des Glückshormons Dopamin aus. Wie ein Drogenabhängiger, ist es süchtig nach dieser Dopamin-Dosis. Zudem entsteht in den Beziehungen mit toxischen Menschen das Gefühl der Co-Abhängigkeit. Da man sich für seinen narzisstischen Partner/seine narzisstische Partnerin so sehr aufopfert, vergisst man, wer man selbst überhaupt ist. Freunde, die das bemerken und kritisieren, werden links liegen gelassen. Der Narzisst weiß ganz genau, welche Menschen ihm gefährlich werden können, zwischen sie und sein Opfer treibt er daher bewusst Keile,  Experten sprechen von Triangulation.

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Raus aus der Abhängigkeit!

Viele Menschen, die mit Narzissten zusammen sind, wollen die Hoffnung nicht aufgeben und denken immer wieder: „Der/die ändert sich!“ Psychologen sind sich jedoch einig: Narzissmus ist nicht heilbar. Von daher ist es wichtig, sich aus den Fängen der toxischen Beziehung zu befreien und zwar je eher, desto besser. Aufgrund der starken Co-Abhängigkeit und des geschwächten Selbstwertes bedarf es hierfür in den meisten Fällen professioneller Unterstützung. Scheut Euch nicht, einen Psychologen zu kontaktieren! Auch Freunde stehen Euch sicher gerne zur Seite. Insbesondere wenn Kinder mit im Spiel sind, muss natürlich vor der Trennung die Existenz der Familie sichergestellt sein. Der Narzisst ist Profi im emotionalen Erpressen und sticht dabei häufig in die empfindlichsten Wunden. Er weiß, wie man mit der Erzeugung von Schuld und Scham Druck erzeugt.

Von der selbstbewussten Frau zum Schoßhündchen

„So etwas könnte MIR nie passieren!“,, denkst Du vielleicht. Doch Narzissten können aus starken Frauen gefügsame Schoßhündchen machen, weiß Katja Demming aus Erfahrung. In ihrem humboldt-Ratgeber „Raus aus der narzisstischen Beziehung“ will sie Betroffene toxischer Beziehungen wachrütteln und unterstützen. So bekommen Leser zahlreiche Tipps, wie sie sich aus einer emotionalen Abhängigkeit befreien können. Die Autorin hat selbst zwei toxische Beziehungen hinter sich und weiß daher, wie niederschmetternd die Zeit der Trennung sein kann.

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Gewinnspiel

Auch emotional abhängig? Für alle, die sich aus einer toxischen Beziehung befreien wollen, verlosen wir drei Exemplare von Katja Demmings Buch „Raus aus der narzisstischen Beziehung.“ Alle, die bis zum 31.10.2021 eine E-Mail mit dem Stichwort „Narzisst“  an info@tfa-wissen.de schicken, kommen in den Lostopf.

Bitte vergesst nicht, uns Eure Adresse mitzuteilen, damit wir Euch den Gewinn zuschicken können. Die Teilnahmebedingungen findet Ihr hier.

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Über die Autorin

Als Tierärztin horcht Lisa-Marie Petersen gern am Ort des Geschehens nach: Was beschäftigt die Tiermedizin derzeit? Interessante Themen verarbeitet die Fachjournalistin dann in redaktionellen Beiträgen für Print- und Onlinemedien.

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„Emotionale Abhängigkeit kann ein Suchtgefühl auslösen.“ Katja Demming; Psychologische Beraterin

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