Tiere mit Tänzen zu erschrecken, ist völlig unnötig und kann schnell gefährlich werden.
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Erschrecken als Trend

App aus China: Tik-Tok boomt

Challenges und Tänze, aber auch grenzwertige Tier-Videos: Die App Tik-Tok hat in 2020 zahlreiche vor allem junge Nutzer hinzugewonnen. Nicht alle nutzen die App mit Köpfchen.

Inhaltsverzeichnis

Von den 800 Millionen Tik-Tok-Nutzern weltweit kommen 500 Millionen aus China. Doch auch in Deutschland wird die App immer beliebter: Vor allem die junge Generation Z hat Spaß an schnellem Video-Content ohne Filter: 69 Prozent der Nutzer sind unter 26 Jahre alt.

Instagram? Zu gestellt!

Facebook ist bei der jungen Generation schon lange out, doch auch von der rosa Zuckerwattenwelt, die auf Instagram herrscht, haben viele Nutzer genug. Filter verklären die Realität, der Nutzer wird mit Werbung überhäuft, große Accounts gaukeln eine Lebensrealität vor, die Otto Normalverbraucher neidisch werden lässt: Das kann ganz schön nerven!

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Tik-Tok ist ungeschönter: Hier geht es darum, in 60 Sekunden langen Videos den normalen Trott zu zeigen, lustig und echt zu sein. Die Videos müssen nicht ewig bearbeitet und zu bestimmten Zeitpunkten gepostet werden, sondern können ohne lange Bearbeitung in die Social-Media-Welt gesendet werden. Das Interessante: Auch Accounts, die noch keine Follower haben, können schnell wachsen, wenn sie den Nerv der Community treffen.

Kulikitaka – unnötig und gefährlich

Leider sind die Tik-Tok-Challenges nicht immer die schlausten: So geht es in der Kulikitaka-­Challenge darum, Tiere, vor allem Kühe, mit einem bestimmten Tanz zu konfrontieren und zu erschrecken. Das sei Landwirten zufolge nicht nur unnötig, sondern auch gefährlich: Denn nicht jede Kuh ist nett, berechenbar oder geduldig. Fühlt sie sich angegriffen, kann sie die tanzenden Videoproduzenten schnell über den Haufen rennen. Nicht umsonst stehen auf Wanderrouten Schilder, die Wanderer dazu ermahnen, die freilaufenden Weidetiere in Ruhe zu lassen und ihre Hunde an die Leine zu nehmen. „Es handelt sich um Tiere, die mehrere hundert Kilo schwer sind. Wenn diese Tiere aufgrund dieser unverantwortlichen Aktionen in Panik geraten, können sie Unfälle verursachen“, teilte Pressesprecher Markus Drexler vom Bayrischen Bauernverband mit.

Wie bei so vielem gilt auch bei Tik-Tok: Erst den Kopf einschalten, dann die App nutzen. Die eigene und die tierische Unversehrtheit sollte immer über die Anzahl an „Views“ und „Likes“ gehen.

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