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Augenerkrankungen richtig einschätzen

Auch leichte Symptome müssen ernst genommen werden. Unser neuer Ratgeber beantwortet die zehn häufigsten Fragen zum Thema "Augenerkrankung bei Hund und Katze" für Tierhalter.

Inhaltsverzeichnis

Von Gerda Bäumer

Augenerkrankungen können viele verschiedene Ursachen haben. Zeigen Tiere Symptome wie Tränen, Jucken, Blinzeln oder Rötung, sollten sie unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden. Nicht nur, dass es unbehandelt über kurz oder lang zu dauerhaften Schäden – bis hin zum Sichtverlust des Tieres – kommen kann. Der Tierarzt kann auch abklären, ob es sich um eine reine Augenerkrankung handelt oder ob der eigentliche Herd der Erkrankung vielleicht doch woanders liegt. Möglicherweise verbirgt sich sogar eine Allgemeinerkrankung des Tieres dahinter. In jedem Falle ist es wichtig, Probleme so früh wie möglich zu erkennen.

Das Glaukom – ein Notfall

Auch das Glaukom, auch grüner Star genannt, beginnt zunächst mit nur leichten Symptomen, die sich aber innerhalb von nur wenigen Stunden deutlich verschlimmern. Hier muss also schnell gehandelt werden, denn der Anstieg des Augeninnendrucks ist mit starken Schmerzen verbunden und kann nach nur 48 Stunden schon zu irreversiblen Schäden führen. Denken Sie daran, dass sich Schmerzen manchmal nur dadurch äußern, dass die Tiere ruhiger werden oder viel schlafen. Um die Sehfähigkeit und auch das Auge zu erhalten, muss der Druck im Auge so schnell wie möglich gesenkt werden.

Blind – Was nun?

Eine Blindheit an sich bereitet Tieren weit weniger Probleme als man gemeinhin annehmen würde. Zumindest solange das Tier keine Schmerzen hat. Nimmt die Sehkraft schleichend ab, merkt man den Tieren die verlorene Sehkraft häufig gar nicht an. Zumindest auf den ersten Blick. Grund ist, dass sie sich langsam daran gewöhnen konnten und den Verlust sehr gut mithilfe ihrer anderen Sinne kompensieren (z. B. Geruch und Gehör). Hellhörig sollte man werden, wenn sich das Tier in fremder Umgebung auf einmal ungewöhnlich unsicher und vorsichtig verhält. Dies gilt auch für die Tierarztpraxis, wobei man hier vorsichtig sein muss, da hier natürlich auch noch andere Gründe eine Rolle spielen, warum sich ein Tier unsicher verhält.

Warum auch immer das Tier blind geworden ist: Der Verlust der Sehkraft bedeutet nicht gleich auch einen Verlust der Lebensqualität. Solange die Tiere schmerzfrei sind, kommen sie mit einer Blindheit sehr gut zurecht.

Kleine Ratscher – große Gefahr

Beim Kämpfen oder wilden Spiel kann es, gerade wenn auch eine Katze beteiligt war, schnell zu Verletzungen an der Hornhaut kommen. Da sich auch kleinste Ratscher durch das Eindringen von Bakterien schnell zu tiefen Hornhautgeschwüren entwickeln können, müssen diese unbedingt antibiotisch behandelt werden. Es gilt wie immer die Regel: Sind Veränderungen am Auge des Tieres festzustellen, sollten diese immer von einem Tierarzt untersucht werden!

Bestellung

Leicht verständlich und fachlich auf dem neuesten Stand beantwortet unsere Broschüre die 10 wichtigsten Fragen zu einem Thema "Augenerkrankungen bei Hund und Katze". Die handlichen Ratgeber können Sie – als Tierarztpraxis – bei uns kostenfrei bestellen.

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