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Corona-Spürhunde können große Menschenmengen schnell und mit guter Erfolgsquote auf SARS-CoV-2-Infektionen screenen.
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Corona-Spürhunde können große Menschenmengen schnell und mit guter Erfolgsquote auf SARS-CoV-2-Infektionen screenen.

COVID-Pandemie

Corona-Spürhunde erfolgreich im Einsatz

Der Einsatz ausgebildeter Hunde für das Screening auf das Coronavirus ist machbar, erfolgreich und günstiger als Schnelltests – das zeigen aktuelle Studien aus Hannover und Ruanda.

Hunde können Speichel-, Schweiß- und Urinproben SARS-CoV-2-infizierter Menschen am Geruch von Proben gesunder Menschen unterscheiden. Nachdem ein Team der Klinik für Kleintiere der TiHo Hannover dies unter Laborbedingungen gezeigt hatte, gingen die Corona-Spürhunde ab Spätsommer 2021 in den Praxistest – Ende 2022 wurden die Ergebnisse veröffentlicht.

Einlasskontrolle bei Großveranstaltungen

In Hannover wurden Corona-Spürhunde unter dem Motto „Back to Culture“ bei einer Reihe von vier Konzerten mit insgesamt 2.802 Teilnehmern eingesetzt. Am Einlass schnüffelten die Hunde an Tupfern mit Schweißproben, einen direkten Kontakt zu den Konzertbesuchern gab es nicht. Die Besucher wurden zusätzlich per Antigen-Schnelltest und PCR getestet. Die Trefferquote der Hunde war auch in diesem realen Szenario mit einer Sensitivität von 81,58 und einer Spezifität von 99,93 Prozent sehr gut. Die Studie konnte zudem demonstrieren, dass der Einsatz von Spürhunden bei Großveranstaltungen auch organisatorisch gut machbar ist.

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Kostengünstiges Screening von Reisenden

In Zusammenarbeit mit einem Forschungsteam aus Ruanda testeten die Forschenden aus Hannover um Prof. Dr. Holger Volk auch den Einsatz von vier Hunden zum Screening von Reisenden auf einem Flughafen. Auch hier wurden den Spürhunden nach einer Trainingsphase Tupfer mit Schweißproben vorgelegt. Im Vergleich zum Einsatz von Antigen-Schnelltests erwies sich die Arbeit mit den Hunden als deutlich kostengünstiger und schneller.

In einem ersten Einsatz während der Delta-Welle lag die Sensitivität der einzelnen Hunde zwischen 57 und 89,9 Prozent. Etwa ein halbes Jahr später kamen dieselben Hunde während der Omicron-Welle erneut zum Einsatz. Hier sank die Spezifität deutlich auf nur 36,6 bis 41,5 Prozent, während die Spezifität gleichbleibend bei über 95 Prozent lag . Die Forschenden schließen daraus, dass die Hunde für jeden Virus-Stamm neu trainiert werden müssen. Der Stamm scheint sich auf die flüchtigen organischen Verbindungen auszuwirken, welche Körperzellen während einer Infektion bilden und Hunde erschnüffeln können. (Viola Melchers)

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