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Babesiose beim Hund

Dermacentor in Deutschland auf dem Vormarsch

Die Hundebabesiose ist keine „Tropenkrankheit“ mehr. Buntzecken haben sich in ganz Deutschland ausgebreitet und sind auch bei niedrigen Temperaturen aktiv.

Inhaltsverzeichnis

Über 3.900 Päckchen mit achtbeinigem Inhalt erreichten von Februar 2019 bis Februar 2020 die TiHo Hannover und die Universität Hohenheim. Forscher um Christina Strube hatten die Bürger dazu aufgerufen, Buntzecken unter Angabe des Fundortes einzusenden. Die Resonanz war groß. Bei fast 85 Prozent der eingesandten Parasiten handelte es sich tatsächlich um die emailleartig marmorierten Dermacentor reticulatus, meist von Hunden abgesammelt. Das Ergebnis des Monitorings überraschte auch die Forscher: Die Art hat sich unter anderem erfolgreich im Norden und Nordwesten Deutschlands angesiedelt und ist nun über das ganze Bundesgebiet verbreitet. Selbst auf der Insel Sylt wurden Exemplare gefunden.

Hunde auch im Winter schützen

Dermacentor reticulatus lauert gerne auf Wiesen bzw. Grünstreifen oder am Waldrand. Die Buntzecke tritt auch bei Temperaturen um 4 °C noch auf und lässt sich selbst durch nächtlichen Bodenfrost nicht abhalten. Die Zecke ist Vektor der Hundebabesiose und sticht bevorzugt Hunde. Zwar kann sie auch das Frühsommer-Meningoenzephalitis(FSME)-Virus oder Rickettsien übertragen, doch werden Menschen nur sehr selten gestochen. Lediglich 0,36 Prozent der Zecken wurden an einem Menschen gefunden. (red)

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