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ARD-Dokumentation

Die Angst und der Wolf – schießen oder schützen?

Die Wölfe sind in Deutschland zurückgekehrt. Bewohner haben Angst, die Politiker schlagen Alarm und fordern eine Obergrenze. Alles reine Panikmache oder berechtigt? Die ARD hat sich dem Thema jetzt in einer Dokumentation angenommen.

Eine der ersten Kameraeinstellung zeigt einen Wolf, der am helllichten Tag dicht an einem Kindergarten vorbeispaziert. So geschehen im niedersächsischen Winsen. Herbert Ostwald filmte Gespräche mit dem besorgten Bürgermeister, wütenden Nachbarn und Schäfern. Dann kommen Wolfsforscher wie Gesa Kluth vom Wildbiologischen Büro Lupus in Sachsen und Tierfilmer Sebastian Körner zu Wort. So versucht Ostwald, Missverständnisse aufzuklären und Ängste zu relativieren.

Wie scheu sind Wölfe?

Unverhoffte Begegnungen mit dem Wolf verschrecken die Menschen auch deshalb, weil häufig propagiert wurde, Wölfe seien so scheu, dass man sie praktisch nie sehen würde. Nun passiert genau das immer wieder. Körner beschreibt die Tiere eher als „von Natur aus neugierig, aber vorsichtig“. Beim Erkunden können gerade Jungwölfe durchaus in bewohnte Gebiete geraten. Gegen Ende des Films ist der Ton ruhiger geworden. Der Kindergarten hat sich gegen neue, höhere Zäune entschieden, schließlich sei der Wolf nur vorbeigegangen. Der Beitrag ist sehenswert – auch wegen Körners tollen Aufnahmen von Wölfen in freier Natur.

Den Beitrag können Sie in der ARD-Mediathek abrufen: Die Story im Ersten: Wölfe – schützen oder schießen? 44 Minuten, verfügbar bis 26.11.2019

(vm)

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