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Mehr Toleranz, weniger Mobbing. Das sollte für alle Praxen gelten.

Arbeitsleben

Diversity-Maßnahmen für eine bunte Tierarztpraxis

Besser funktionierende Teams durch die Förderung der sozialen, kulturellen und ethnischen Vielfalt der Mitarbeiter.

Ohne Angst in die Praxis

Jeder Mensch wünscht sich einen Beruf, der ihm Spaß macht. Zu dem er gerne und angstfrei geht, ohne ein Ziehen im Bauch. Es reicht ja schon, nach der Ausbildung ins kalte Praxiswasser zu springen, das beizeiten überfordern kann. Im Idealfall müssen sich Kollegen und Chefs am Arbeitsplatz nicht verstellen, sondern dürfen sich geben, wie sie sind. Dies ist leider nicht immer der Fall. Machen Tierärzte und TFAs wiederholt schlechte Erfahrungen, kann dies die Psyche belasten und dazu führen, dass Kollegen der Praxis den Rücken kehren. Ziel des Diversity Managements ist es, in der Praxis eine wertschätzende und offene Kultur der Toleranz zu etablieren, sodass sich jeder im Team wohl und gesehen fühlt.  Die Vielfalt beinhaltet einerseits äußerliche Merkmale, wie ethnische Zugehörigkeit, Alter, Geschlecht oder Behinderungen. Andererseits zählen auch subjektiv wahrnehmbare Unterschiede dazu, wie die sexuelle Orientierung oder die religiöse Zugehörigkeit.

Chef und TFA als Führungsteam

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Diversity Management in der Tierarztpraxis

Bisher haben sich noch nicht viele Tierarztpraxen dem Thema verschrieben. Ziel wäre es deshalb, einen Anfang zu machen, ohne Angst vor Fehlern zu haben. Folgende sieben Maßnahmen können leicht umgesetzt werden: 

  • Auf kulturelle Besonderheiten achten: Arbeiten TFAs und Tierärzte aus anderen Kulturen mit im Team, sollten auch deren Feiertage und kulturellen Überzeugungen berücksichtigt werden.
  • Diversity-Kalender anlegen: Ein Diversity-Kalender erinnert an Feiertage wie den Internationalen Frauentag oder den Deutschen Diversity Tag.
  • Mitgliedschaft in der Initiative Charta der Vielfalt abschließen:  Die Initiative setzt sich für mehr Vielfalt am Arbeitsplatz ein und stellt Arbeitgebern zahlreiche Informationen zur Verfügung. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei.
  • Gendergerechte Sprache nutzen: Gendergerechte Sprache (z. B. in Stellenanzeigen) kann bewirken, dass alle Bewerber sich gesehen und angesprochen fühlen.
  • Zeit für Austausch einplanen: Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen: für die Einarbeitung neuer Kollegen und den regelmäßigen Austausch im Team.
  • Lunch & Learn veranstalten: Veranstalten Sie doch im Team zum Beispiel mal ein „Lunch & Learn“ und tauschen Sie sich mit Ihren Kollegen zu Diversity-Themen aus oder initiieren Sie einen Workshop mit externen Mentoren, in dem Sie lernen, was Diversity bedeutet und wie vielfältig das Thema ist.
  • Barrierefreiheit etablieren: Barrierefreie Praxiszugänge ermöglichen es auch Rollstuhlfahrern mit ihrem Tier zum Tierarzt zu kommen.

Wie gesagt: Es geht darum einen Anfang zu machen und nicht darum, von Anfang an perfekt zu sein. (LP)

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