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Wolfshybriden als Haustier halten? Die tiergerechte Haltung von Wolfshybriden ist für die meisten Menschen kaum machbar

Tierschutz

Dürfen Wölfe an die Leine?

Wolfshybriden der ersten Generationen haben denselben Schutzstatus wie ihr wilder Vorfahre. Auch gezähmte Tiere dürfen nicht gehalten werden wie ein Hund.

Von Dr. med. vet. Viola Melchers

Mystisch, wild und ein bisschen gefährlich: Einen Wolf als treuen Begleiter zu haben, ist eine faszinierende Vorstellung. Wer die romantische Fantasie in die Tat umsetzen möchte, hält einen Wolfshybriden. Die Haltung der Wolfs-Hund-Mischlinge ist jedoch nicht nur aus Tierschutzgründen bedenklich, sie bewegt sich häufig auch am Rande der Legalität.

Ein gezähmter Wolf bleibt ein wildes Tier

Der Wolf ist in Europa eine streng geschützte Art. Die strengen artenschutzrechtlichen Regelungen gelten auch für Wolfshybriden der ersten vier Generationen (F1 bis F4). Sie dürfen nur mit behördlicher Genehmigung gehalten werden und müssen in großen Gehegen untergebracht werden. 

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Eine Stellungnahme der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) stellt jetzt klar: Der Schutzstatus besteht unabhängig davon, ob die Tiere gezähmt wurden. Die Zähmung eines Wolfshybriden ist keinesfalls mit einer Domestizierung gleichzusetzen. Dieser Wandel vom Wild- zum Haustier ist ein Prozess, der sich über Jahrhunderte oder Jahrtausende erstreckt. 

Wölfe als Haustier – empfehlenswert?

Wolfshybriden ab der F5-Generation sind artenschutzrechtlich nicht mehr geschützt. Doch auch bei diesen entfernteren Wolfsverwandten kann von einer echten Domestizierung noch keine Rede sein. Tierschutzorganisationen wie die Welttierschutzgesellschaft raten von der Haltung als Haustier ab, denn sie überfordert nicht selten selbst erfahrene Hundehalter.

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In einigen Bundesländern gelten Wolfshybriden als „Gefahrtiere“, sodass die Haltung unter Umständen genehmigungspflichtig ist. Zudem handelt es sich bei den Hybriden häufig um Importe aus den USA, wo die Zucht mit Wölfen legal ist und in größerem Stil betrieben wird. Wie groß der genetische Wolfsanteil beim einzelnen Tier wirklich ist, lässt sich oft nicht mehr genau nachvollziehen.

Von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) als Rasse anerkannt sind der Tschechoslowakische Wolfshund und der Saarloswolfshund, beide um etwa zehn Generationen vom Wolf entfernt. 

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Über die Autorin

Als Fachjournalistin arbeitet Dr. med. vet. Viola Melchers vor allem für die Fachzeitschrift Der Praktische Tierarzt und das Portal Vetline.de. Die promovierte Tierärztin schreibt über Spannendes aus der veterinärmedizinischen Praxis und Wissenschaft. 

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