Welche Hinweise gibt es?
Foto: ricky_68fr – Fotolia.com

Neuropathische Schmerzen

Fehlfunktion des Nervensystems

Durch das Nervensystem verursachte Schmerzen sind schwer zu erkennen. Diagnostiziert wird dieser Schmerztyp nur selten. Welche Hinweise gibt es?

Als Folge chronischer Schmerzen kann es zu einer Fehlanpassung des Nervensystems an die dauerhafte oder immer wiederkehrende Reizung kommen: sogenannte neuropathische Schmerzen entstehen. Diese Schmerzen können länger anhalten, als die ursprüngliche Ursache.

Neuropathische Schmerzen bleiben oft unerkannt

Es ist anzunehmen, dass diese Art von Schmerzen bei Hunden mit lange andauernden neurologischen, orthopädischen oder anderen Problemen häufig ist. Erkannt werden neuropathische Schmerzen aber nur selten. Vorbeugen lässt sich durch ein fachgerechtes Schmerzmanagement.

Hinweise auf neuropathischen Schmerz

Anzeichen neuropathischer Schmerzen sind:

  • veränderte Reaktion auf Berührung,

  • Schmerzenslaute in Abwesenheit eines schmerzhaften Stimulus,

  • Phantom-Juckreiz (Kratzen),

  • exzessives Lecken oder Selbstverletzung,

  • andauernde Lahmheit/ausbleibende Belastung einer Gliedmaße.

Hinweise auf mögliche neuropathische Schmerzen können sein, wenn der Hund

  • generell weniger aktiv ist,

  • ungern Treppen steigt,

  • weniger springt,

  • Schwierigkeiten beim Aufstehen hat,

  • nicht mehr gut ins Auto kommt,

  • eine veränderte Körperhaltung annimmt,

  • ein verändertes Verhalten zeigt,

  • oder weniger Appetit hat.

ITIS ist ein Fachgremium, besetzt mit führenden Spezialistinnen für veterinärmedizinische Schmerztherapie. Die Experten rund um die Professorinnen Dr. Michaele Alef, Dr. Sabine Kästner, Dr. Heidrun Potschka, Dr. Sabine Tacke sowie Dr. Julia Tünsmeyer setzen sich für ein optimales Schmerzmanagement bei Haus- und Nutztieren ein. Auf der Homepage der Initiative, www.i-tis.de, finden Tierärzte aktuelle Fachinformationen rund um die Schmerztherapie.

Die Arbeit der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie wird von Sponsoren aus der veterinärmedizinischen Pharma- und Futtermittelindustrie engagiert begleitet und ermöglicht. Im Jahr 2018 wird ITIS unterstützt von Boehringer Ingelheim, CP-Pharma, Elanco Animal Health, Vétoquinol, Zoetis und der WDT.

Foto: heike_hultsch - stock.adobe.com

Sars-Cov-2

Diese Tierarten könnten empfänglich sein

Etwa 40 Prozent der potenziell durch SARS-CoV-2 gefährdeten Spezies zählen zu den bedrohten Tierarten

Foto: Giulia Cimarelli/Vetmeduni Vienna

Clickertraining für Hunde

Belohnung nach jedem Klick?

Aktuelle Studien der Vetmeduni Vienna zeigen: Eine kontinuierliche Belohnung verbessert die Wirksamkeit des Hundetrainings.

Foto: alphaspirit - stock.adobe.com

Stress abbauen und vermeiden

Zynisch und vergesslich? Stress lass nach!

Vom empathischen Chef zum dünnhäutigen Choleriker: Wenn Cortisol die Fäden zieht, leidet nicht nur unsere Arbeit darunter.

Foto: voren1 - stock.adobe.com

Buchtipp

Werden Sie zur Katzenexpertin!

Beliebt, doch oft missverstanden: Das Buch "Die Katze – Geschichte, Biologie, Rassen" zeigt, dass Menschen noch einiges lernen können, was den richtigen Umgang mit Katzen betrifft.

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.