Foto: Janina Dierks - stock.adobe.com

Gehaltserhöhung

Fünf Tipps für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen

Insbesondere Frauen zögern Gehaltsverhandlungen häufig lang heraus. Hilfe für die Vorbereitung eines solchen Gesprächs gibt es zum Beispiel bei FRAU VERHANDELT.

Inhaltsverzeichnis

Von Lisa-Marie Petersen

Ein höheres Gehalt schafft Freiräume und ermöglicht wichtige Investitionen sowie das Anlegen der Altersvorsorge. Tiermedizinische Fachangestellte sind hierbei oft zu zögerlich und ängstlich. Viele verkaufen sich auch unter Wert. Wie bei so vielem gilt auch bei der Gehaltsverhandlung: Vorbereitung ist die halbe Miete. Folgende Punkte sollten Sie berücksichtigen, bevor es in die nächste Gehaltsverhandlung geht.

1. Der eigene Marktwert

Ihr Marktwert ergibt sich aus Ihren Fähigkeiten und orientiert sich auch an der durchschnittlichen Bezahlung in der Branche. Tierärzte sind keine Ingenieure! Bilden Sie sich fort, um den eigenen Marktwert zu erhöhen, und tauschen Sie sich mit Kollegen über deren Bezahlung, deren Bildungsweg und deren Netzwerke aus. Wer ist in Bezug auf Verdienst und Karriereweg ein Vorbild? Laden Sie denjenigen doch mal auf einen Kaffee ein!

2. Money-Mindset

Menschen mit geringem Selbstwertgefühl können sich nicht gut verkaufen. Wenn Sie selbst nicht von ihren Fähigkeiten überzeugt sind, wer soll es dann sein? Investieren Sie deshalb in den Aufbau Ihres Selbstbewusstseins und lösen Sie innere Glaubenssätze auf. Wie schaffen Ihre Fähigkeiten Mehrwert für die Praxis? Wo sparen Sie den Chefs Kosten ein? Bringen Sie diese Dinge zu Papier.

Drei Jahre Tariffrieden

In zwei Stufen mehr Gehalt und mehr Geld aus der betrieblichen Altersversorgung – das sind die Ergebnisse der Tarifverhandlungen für TFA.
Artikel lesen >

3. Arbeiten Sie die eigenen Stärken und Fähigkeiten aus

In der Tierarztpraxis zählt die fachliche Expertise, jedoch auch Dinge wie Empathie und Kommunikation. Vielleicht wollen Patientenbesitzer immer gerne zu Ihnen kommen, weil Sie die Dinge anschaulich erklären können oder ein besonderes Händchen für Katzen haben? Auch diese Erfolgsgeschichten sollten Teil des Verhandlungsgespräches sein. Vielleicht können auch Kollegen helfen, die eigenen Stärken herauszuarbeiten? Es geht darum, Ihren Arbeitgeber inhaltlich zu überzeugen.

4. Detaillierte Vorbereitung

Definieren Sie die Ziele Ihres Gesprächs (monetär/Entfristung/mehr Urlaub/Zuschüsse). Wo liegt Ihre Schmerzgrenze? Was wäre Ihr Wunsch (= Ihre Juhu-Zahl)? Bereiten Sie sich ordentlich aufs Gegenüber vor – was sind die Ziele des Chefs und wie kann ich es schaffen, auf diese Ziele mit einzuzahlen? So gibt es Praxisleiter, die gerne operieren, aber ungern in der Sprechstunde stehen. Vielleicht können Sie ihnen diese unangenehmen Aufgaben abnehmen?

Wenn das Gespräch nicht nach Ihren Wünschen verläuft, kommunizieren Sie dies klar („darüber muss ich mir jetzt erst mal Gedanken machen“) und fragen Sie nach einem neuen Termin.

5. Erstellen Sie einen Gesprächsleitfaden

Alle vorigen Punkte sollten in einen Gesprächsleitfaden münden, der dann geübt werden kann. Gehen Sie das Gespräch mit Freunden oder Partner durch und üben Sie das Aussprechen ihrer Gehaltsvorstellung auch mal vor dem Spiegel. Lassen Sie sich nicht beirren und gehen Sie ausgeruht in die Verhandlung.

Weitere wertvolle Tipps, Blogeinträge und ein kostenfreies Online-Training finden Sie auf der Seite www.frauverhandelt.de.

Lust auf weitere Tipps und News? Dann abonnieren Sie den kostenfreien Newsletter von TFA-Wissen!

Über die Autorin

Als Tierärztin horcht Lisa-Marie Petersen gern am Ort des Geschehens nach: Was beschäftigt die Tiermedizin derzeit? Interessante Themen verarbeitet die Fachjournalistin dann in redaktionellen Beiträgen für Print- und Onlinemedien.

Foto: Constantin Wenning

Beruf(ung) TFA: Job mit Perspektive!

Wo sehe ich mich in den nächsten fünf bis zehn Jahren? Welche Perspektiven habe ich in meinem Beruf? Klinikmanager Constantin Wenning über Chancen und mögliche Strategien.

Foto: Tom Kaldewey

Chef und TFA als Führungsteam

Wie kann die Tiermedizin den strukturellen Anschluss halten und sich behaupten? Eine Lösung besteht in der engen Zusammenarbeit von Tierarzt und Führungskraft. Hier liegt Ihre Chance.

Foto: Prostock-studio - stock.adobe.com

Tierkrankenversicherungen: Was TFAs wissen sollten

Vielen Tierbesitzern fehlt die Kenntnis über Tierkrankenversicherungen. Auch TFAs werden in die Mangel genommen und sollen beraten.

Foto: Constantin Wenning

Positionieren Sie sich

Multitalent, Allrounderin, Seele der Praxis. TFAs müssen eine Reihe von vielfältigen Aufgaben ­erledigen. Wir geben Ihnen Tipps für Ihre Berufsstrategie.

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.