Foto: Ilona Szalisznyo

Mit Hunden unterwegs

Gegen das Wildtier verloren

Wenn Hunde auf Wildtiere treffen, kann es zu gefährlichen Situationen und erheblichen Verletzungen kommen.

Marderhund oder Waschbär? Welcher Herumtreiber in das Gießener Revier der Hündinnen Nanu und Nele eingedrungen ist, konnte hinterher nicht sicher gesagt werden. Nach einem Kampf war das Wildtier schnell über alle Berge und ließ nur eine Blutspur und zwei lädierte Hunde zurück. In Deutschland sind laut Jagdstatistiken sowohl der aus China stammende Marderhund als auch der in Nordamerika beheimatete Waschbär auf dem Vormarsch. Dafür, dass die Hofbewacher auf einen Waschbär gestoßen sind, spricht, dass die Kleinbären im Bundesland Hessen stark verbreitet sind. Marderhunde besiedeln hingegen eher Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Anhalt. Wehrhaft war der Eindringling ohne Frage, denn beide Hunde mussten nach ihrem Versuch, das Wildtier zu stellen, tierärztlich versorgt werden: Nanu hatte eine durchbissene Lefze, einen Zahnfleischabriss sowie einen eitrigen Prämolaren. Nele erlitt einen Schock. Das Bein der Mischlingshündin ist bis heute dick und es besteht die Gefahr der Entzündung.

Grundsätzlich sollte bei Hunden, die im Verdacht stehen, in eine Beißerei mit Waschbär bzw. Marderhund gekommen zu sein, neben der antibiotischen Abdeckung auch der Impfschutz überprüft werden, da die Wildtiere mit Staupe infiziert sein können. Was Parasiten betrifft, ist laut der Vetmed-Uni Wien der Marderhund als naher Fuchsverwandter häufiger Träger gefährlicher Spezies wie dem Fuchsbandwurm. (lp)

Schutz von Weidetieren

Herdenschutz: auf der Suche nach Lösungen

In wolfreichen Regionen werden Herdenschutzhunde zur Verteidigung von Weidetieren eingesetzt. Gefährdet das Passanten und Tierärzte? Ein Gespräch mit der Landestierschutzbeauftragten Julia Stubenbord.

Tierschutz

Wann brauchen junge Wildtiere Hilfe?

In der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen kümmert sich das Team im Frühjahr um zahlreiche verwaiste Jungtiere. Wir haben mit Stationsleiter Florian Brandes gesprochen.

Vektorübertragene Krankheiten

Was sticht denn da?

Leishmaniose, kardiovaskuläre und kutane Dirofilariose gehören zu den vektorübertragenen Krankheiten bei Hunden. Wir geben Ihnen Tipps zur Beratung von Patientenbesitzern.

Entwurmung

Wurmlos glücklich

Neben Impfungen ist auch die regelmäßige Wurmkontrolle ein wichtiger Punkt für die Gesunderhaltung von Hund und Katze.

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.