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Bestimmte Gene legen fest, wo der oder die Haarwirbel bei Pferden liegen. 
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Bestimmte Gene legen fest, wo der oder die Haarwirbel bei Pferden liegen. 

Studie

Genfenster sorgen für Wirbel

Wirbelwind oder gemütliches Stütchen? Das lässt sich scheinbar am Gesicht des Pferdes ablesen, zumindest gab es in Studien entsprechende Hinweise.

Befindet sich der Haarwirbel der Tiere oberhalb der Augenlinie soll das für ein schwierigeres Temperament sprechen, als wenn der Wirbel unterhalb der Augen liegt. Weitere Forschungen in diese Richtung haben nun brasilianische Wissenschaftler angestellt: Sie identifizierten per Genomsequenzierung von über 300 Quarterhorses bestimmte Genfenster, welche Merkmalsausprägungen (Anzahl und Lokalisation) von Haarwirbeln codieren. So scheint beispielsweise das Gen KLF5 auf Chromosom ECA17 mit der Lokalisation von Haarwirbeln assoziiert zu sein. Eine interessante Erkenntnis hierbei war, dass dieses Gen auch beim Menschen für das Wachstum und den Wiederaufbau von Haarfollikeln sorgt, aber auch mit schweren psychischen Erkrankungen wie chronischer Schizophrenie in Verbindung gebracht wird. Ebenso wird ein anderes Gen, das zumindest teilweise die Anzahl der Haarwirbel zu bestimmen scheint, auch bei Menschen gefunden, die unter Depressionen leiden. Jetzt, wo die Wissenschaftler die Genomregionen kennen, welche für die Formation von Haarwirbeln zuständig sind,  wollen sie herausfinden, inwiefern sie das Temperament der Tiere beeinflussen. Interessant wäre hierbei auch, welche „Wirbel-Gene“ mit Leistungsmerkmalen wie zum Beispiel dem Talent zum raumgreifenden Gangbild in Verbindung stehen. (LP)

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