Foto: Comparative Cognition Group

Studie des Max-Planck-Instituts

Hilfsbereite Papageien

Papageien sind intelligente Tiere. Nun haben Forscherinnen herausgefunden, dass sie auch ein hohes Maß an sozialer Intelligenz und Hilfsbereitschaft aufweisen.

Im Labor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie auf Teneriffa bekommt das Graupapageien-Weibchen Bella ein paar Metallmarken, diese kann sie bei der Forscherin gegen Futter eintauschen. Das Loch, durch das der Tauschhandel stattfindet, wurde versperrt. In der benachbarten Testkammer wartet Kimmi. Ihre Öffnung für den Austausch ist offen. Sie bekommt allerdings keine Wertmarken. Also reicht Bella Marke für Marke durch die Öffnung zwischen den beiden Kammern an Kimmi weiter und beobachtet, wie diese sie gegen Leckereien eintauscht.

Ist Kimmis Tauschkammer ebenfalls versperrt, spart Bella sich die Mühe und reicht keine Wertmarke weiter. Die Graupapageien erkennen also, wann ein Artgenosse von ihrer Hilfe profitiert. Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen verhalten sich neben dem Menschen nur Menschenaffen in vergleichbaren Situationen so scheinbar selbstlos.

Kein Neid bei Ungleichheit

In einer weiteren Studie hat man herausgefunden: Papageien sind offenbar nicht neidisch, wenn ein Artgenosse für die gleiche Leistung höher belohnt wird oder wenn er für die gleiche Belohnung weniger hart arbeiten muss. Primaten dagegen nehmen eine solche Benachteiligung nicht klaglos hin. Möglicherweise liegt es daran, dass sie viele Partner gleichzeitig haben und diese häufig wechseln. Papageien haben in der Regel ein Leben lang nur einen Partner. Demnach befinden sich Papageien auf einem ähnlichen geistigen Niveau wie Rabenvögel, Delfine und Primaten.

(RED)

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