Foto: Ermolaev Alexandr - Fotolia.com

Parasiten

Hund und Katze richtig entwurmen

Dass Hunde und Katzen regelmäßig einer Wurmkontrolle unterzogen werden sollten, steht außer Frage. Die Herausforderung besteht eher darin, den Tierbesitzer kompetent zu beraten, wie und wie oft diese stattfinden soll.

Inhaltsverzeichnis

Von Dr. med. vet. Gerda Bäumer

Die regelmäßige Wurmkontrolle ist deshalb so wichtig, da die Gefahr, sich mit Wurmeiern oder Würmern zu infizieren, fast überall lauert und sich die Tiere somit praktisch zu jeder Zeit irgendwo anstecken können. Einen prophylaktischen Schutz gibt es nicht. Selbst behandelte Tiere können sich theoretisch schon am nächsten Tag erneut mit Würmern infizieren. Mit der regelmäßigen Entwurmung erreichen wir aber, dass die sogenannte „Wurmlast“ der Tiere möglichst gering gehalten wird. Auf diese Weise „räumen“ wir regelmäßig „auf“.

Individuelles Infektionsrisiko

Nicht alle Hunde und Katzen lassen sich aber über einen Kamm scheren. In welchen Abständen entwurmt werden sollte, hängt ganz von den individuellen Lebensumständen ab: Alter, Ernährung und Haltungsform des Tieres spielen genauso eine Rolle wie die Frage, ob das Tier viel Kontakt zu Kindern oder älteren Menschen hat.

Bei hohem Infektionsrisiko lautet die Empfehlung meist, monatlich zu entwurmen. In anderen Fällen sind dagegen seltenere Behandlungen ausreichend. Ist das Risiko nicht bekannt, sollte mindestens viermal pro Jahr entwurmt werden.

Was es noch zu beachten gibt

Tiere, die im selben Haushalt leben, müssen immer gleichzeitig entwurmt werden. Die unbehandelten Tiere würden sonst weiterhin Wurmeier oder auch Larvenstadien ausscheiden und so die behandelten gleich wieder anstecken.

Auch für das Impfen ist die Wurmfreiheit wichtig. Wird bei einem Impftermin ein Wurmbefall festgestellt, sollte die Impfung verschoben und das Tier zunächst entwurmt werden. Warum? Die körpereigene Abwehr ist durch den Wurmbefall beansprucht und die Immunantwort würde eventuell nicht optimal ausfallen.

Gibt es Alternativen?

Nicht jeder Tierbesitzer ist davon angetan, seinem Tier regelmäßig Medikamente gegen Würmer zu verabreichen. Und so wird nicht selten über Alternativen nachgedacht. ABER: Karotten, Kräuter, Knoblauch oder auch Homöopathika etc. sind NICHT wirksam gegen Würmer. Wer sein Tier wirklich von Parasiten befreien möchte, muss zu einem adäquaten Medikament greifen.

Wer trotzdem nicht so häufig ent­wurmen möchte, kann auch regelmäßig den Kot untersuchen lassen. Aber Vorsicht: Wurmeier oder -larven werden nicht pausenlos ausgeschieden. Fehlen
sie im Kot, bedeutet das nicht, dass der Hund oder die Katze keinesfalls Würmer hat!

Tierhalterbroschüre

In unserem Ratgeber „Wurmlos glücklich“ können Patientenbesitzer Wichtiges rund um die Entwurmung bei Hund und Katze nachlesen. Leicht verständlich und fachlich auf dem neuesten Stand beantwortet die Broschüre die zehn wichtigsten Fragen zum Thema. Die handlichen Ratgeber können Sie kostenfrei für Ihr Wartezimmer bestellen.

Über die Autorin

Als Fachjournalistin ist Dr. med. vet. Gerda Bäumer immer auf der Suche nach aktuellen interessanten Studien. In ihren Beiträgen für Print- und Onlinemedien greift sie Themen auf, von denen sie sich eine breite Aufmerksamkeit in der Veterinärmedizin erhofft.

Entwurmung

Wurmlos glücklich

Neben Impfungen ist auch die regelmäßige Wurmkontrolle ein wichtiger Punkt für die Gesunderhaltung von Hund und Katze.

Entwurmung

Wurmfrei in jeder Lebenslage

Bei der Entwurmung von Hund und Katze gibt es vieles zu beachten. So werden TFAs zum kompetenten Ansprechpartner in Sachen Wurmbefall.

Übertragung von Parasiten

Wurmt den Hund die Anwesenheit des Wolfes?

Der Grauwolf genießt keinen guten Ruf, siedelt sich aber wieder stärker in Deutschland an. Wissenschaftler haben untersucht, ob er Parasiten auf Haushunde überträgt.

Impfungen bei der Katze

Nicht nur für Freigänger

Katzen sollten schon als Welpe gegen lebensbedrohliche Infektionskrankheiten geimpft werden. Eine Behandlung erkrankter Katzen ist schwierig und oft aussichtslos.