Foto: Hannier Pulido / ETH Zürich

Schweizer Studie

Hungrige Hummeln beißen an

Finden Erdhummeln zu wenig Pollen, stechen sie Blätter von nicht-​blühenden Pflanzen an, um sie rascher zur Blütenproduktion zu treiben. Das haben Schweizer Forscher jetzt herausgefunden.

Kirsch- und Apfelbäume in voller Blüte – der Frühling kam in 2020 extrem früh – eine Folge der immer wärmeren Temperaturen, die auch Bestäuber wie Bienen und Hummeln durcheinanderbringt.

Interessant sind die Beobachtungen von Schweizer Forschern: Laborversuche zeigten, dass die Neigung der Hummeln, Blätter zu schädigen, stark von der verfügbaren Pollenmenge abhängt. Hatten die Hummeln Hunger, weil unzureichend Pollen vorhanden waren, so schädigten sie die blütenlosen Blätter durch einen kräftigen Biss. Dieser stupste die Blütenproduktion an: Tomatenpflanzen blühten bis zu 30 Tage früher als solche ohne Verbiss, Senfpflanzen immerhin zwei Wochen früher. Gleiches konnte auch im Freiland bei Wildhummeln beobachtet werden, sofern Pollenmangel herrschte.

„Hummeln haben möglicherweise eine wirksame Methode entwickelt, um lokal Pollenmangel zu lindern“, so Studienleitung Consuelo de Moraes.

Zu klären bleibt, welche chemische Reaktion der Hummelbiss in Gang bringt – denn diese war durch Menschenhand nicht reproduzierbar.

(LP)

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