„HeroRat“ Caroline schnüffelt an Sputumproben im APOPO-Labor in Daressalam, Tansania.
Foto: Anna Krings/TU Braunschweig

HeroRats

Laborhelfer – Ratten riechen Tuberkulose

Eine Non-Profit-Organisation bildet Riesenhamsterratten darin aus, Tuberkulose in Sputumproben zu erkennen, und setzt sie in verschiedenen afrikanischen Ländern ein.

Inhaltsverzeichnis

In weiten Teilen Afrikas wird vermutlich nur die Hälfte der auftretenden Tuberkulosefälle erkannt. Eine genetische Untersuchung auf Tuberkulosebakterien in Sputumproben ist zuverlässig, aber oft zu teuer und noch nicht flächendeckend verfügbar. Mit der kostengünstigen Mikroskopie werden dagegen nur ungefähr zwanzig Prozent der Fälle erkannt. Deshalb setzt die tansanische Initiative APOPO auf tierische Unterstützung: Die sogenannten HeroRats haben eine Erfolgsquote von ungefähr fünfundsiebzig Prozent.

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Die Riesenhamsterratten werden neun Monate lang trainiert. Finden sie eine positive Probe, signalisieren sie dies durch Verharren von mindestens drei Sekunden. Nach ihrer Ausbildung werden die Tiere in den APOPO-Teststationen eingesetzt, zu denen Sputumproben von Partnerkliniken per Motorradkurier transportiert werden. Dort laufen sie durch Glastunnel und schnüffeln an den im Boden eingelassenen Behältern mit den Proben. Eine Ratte kann hundert Proben in weniger als zwanzig Minuten prüfen, ein Laborant oder eine Laborantin bräuchte dafür bis zu vier Tage.

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Wie riechen Infektionen?

Stefan Schulz von der Technischen Universität Braunschweig untersucht, welche Biomarker es möglich machen, dass die feinen Rattennasen die Bakterien erschnüffeln. Vielleicht lassen sich sogar verschiedene Bakterienstämme und Krankheitsstadien an ihrem Duft unterscheiden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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