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Igel werden leider oft von Mährobotern übersehen

Tierschutz

Mähroboter – tödliche Gefahr für Igel

Mit Beginn der Gartensaison kommen auch die Mähroboter wieder vermehrt zum Einsatz. Die Geräte verletzen die Igel oft schwer oder tödlich.

Viele Igel sind nach dem langen Winterschlaf unterwegs auf Nahrungssuche und werden dadurch leider oft durch Mähroboter überrollt, weil sie sich bei Gefahr zusammenkugeln, statt zu fliehen. Mit meist tödlichen Folgen für den Igel, der dann den scharf geschliffenen Messern des Rasenroboters ausgeliefert ist. Tierheime und Auffangstationen nehmen deshalb ab Frühjahr vermehrt Igel auf, die unter die Messer der Roboter geraten sind. Die Tiere sind meist schwer verletzt und nicht selten müssen sie von ihrem Leiden erlöst werden.

Nach wie vor große Mängel bei Rasenrobotern

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von Rasmissen et al. hat ergeben, dass der Verletzungsrad bei Igeln von dem jeweiligen Mähgerät und den Umständen abhängt. Keiner der untersuchten Mähroboter war in der Lage, Jungtiere als “Hindernis” zu erkennen, um auszuweichen – und alle Roboter mussten die Igel erst berühren, um sie zu detektieren.

Auch die Stiftung Warentest hat in ihrer Untersuchung nachgewiesen, dass keines der elf untersuchten Geräte mehr als „ausreichende“ Sicherheit garantieren kann. Die Sicherheitsmängel zweier Rasenroboter waren sogar so gravierend, dass sie komplett durch den Test durchgefallen sind.

Der Tierschutzbund rät dazu, die Roboter gar nicht erst zu benutzen und den eigenen Garten naturnah zu belassen. In jedem Fall sollte das Gras vor dem Mähen immer gründlich abgesucht werden und die Geräte sollten nie unbeaufsichtigt und keinesfalls am Abend oder nachts laufen, wenn Igel auf Wanderschaft sind. (RED)

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