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Foto: Jan Dzacovsky - stock.adobe.com
Achtlos entsorgte Einweg-Masken können Wildtieren schnell zum Verhängnis werden.

Corona

Masken-Müll wird zur Todesfalle

Einweg-Masken im Wald, auf Feldern und Gewässern: Die Deutsche Wildtier Stiftung appelliert, Covid-19-Schutzkleidung unbedingt sachgerecht zu entsorgen.

Nicht nur in Verdauungsorganen von Haustieren wie Hunden und Katzen finden Tierärzte immer häufiger Plastikreste von Covid-19-Schutzmaterial. Die unsachgemäße Entsorgung hat auch schon viele Todesopfer unter den Wildtieren gefordert: Angeschwemmte Plastikhandschuhe bringen im Uferbereich von Seen und Flüssen den qualvollen Erstickungstod für kleine Fische. Vogelküken strangulieren sich mit den Gummibändern von FFP-2-Masken, die die Vogeleltern als „Nistmaterial“ ins Nest geschleppt haben und Igel verheddern sich mit ihren Beinchen im Masken-Müll oder ersticken im Vlies der Einmalkittel. Kleine Vögel wie Rotkehlchen (gerade zum Vogel des Jahres 2021 gewählt) und Spatzen, aber auch Falken und Schwäne klemmen sich mit Wegwerfmasken die Flügel ein oder verheddern sich mit ihren Füßen. Die Gummis wickeln sich obendrein leicht um den Schnabel. Das alles hindert die Vögel an der Nahrungssuche und -aufnahme. Möwen, Enten und Schwäne, aber auch Säugetiere wie Füchse und Wildschweine fressen unbeabsichtigt Reste verdreckter Schutzkleidung mit oft tödlichen Folgen.

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Mehr Achtsamkeit im Umgang mit Schutzkleidung!

Prof. Dr. Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, hält die ersten Ergebnisse eines niederländischen Forscherteams der Universität Leiden, die im Fachmagazin „Animal Biology“ veröffentlicht worden sind, lediglich für die Spitze des Eisbergs. „Die Folgen für unsere Wildtiere durch Covid-19-Müll sind nicht abzusehen“, sagt er. Um Wildtiere nicht zu gefährden, sollte also stets auf eine sachgemäße Entsorgung von Schutzkleidung in reißfesten und fest verschlossenen Müllsäcken geachtet werden. (RED)

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