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Mistgabel und Strohballen

Pferdeeinstreu und Hygiene

Mit Fichten- und Kieferspänen gegen Bakterien

Um Pferde gesund zu erhalten, wird ein sauberer Lebensraum benötigt. Die Art der Einstreu kann den Keimgehalt im Stall vermindern.

Von Jeanette Probst

Präventive, hygienische Maßnahmen sind im Pferdestall von großer Wichtigkeit, um der Entstehung und Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen. Viele Pferde haben lange Stehzeiten von bis zu 23 Stunden am Tag in ihren Ställen.

Die Boxeneinstreu wurde in früheren Untersuchungen als Hauptquelle pathogener Keime identifiziert. Eine Studie untersuchte daher die Wachstumsrate von unterschiedlichen Krankheitserregern auf häufig genutzten Einstreuarten unter kontrollierten Laborbedingungen. Zu den Krankheitserregern gehörten S. equi, S. zooepidemicus, E. coli, D. nodosus und D. congolensis. Als Einstreu wurden Späne der Sitkafichte, der Schwarzkiefer und der Waldkiefer sowie Hanf und Weizenstroh verwendet. Außerdem wurde verglichen, wie gut die unterschiedlichen Einstreuarten Feuchtigkeit halten können.

Nadelholzspäne schneiden gut ab

In der Studie wurden auf den Wald- und Schwarzkieferspänen am wenigsten Bakterienkolonien gefunden. Die höchsten Wachstumsraten aller verwendeten Bakterien wurden auf Hanf und Weizenstroh beobachtet. E. coli, D. nodosus und D. congolensis waren nicht nachweisbar, wenn sie mit Sitkafichte, Schwarz- oder Waldkiefer inkubiert wurden. S. zooepidemicus wuchs am besten auf Weizenstroh und am schlechtesten auf Schwarz- oder Waldkieferspänen. Der Nachweis von S. equi auf Hanf und Stroh war signifikant höher als auf Waldkiefer und Sitkafichte, wobei auf den Schwarzkieferspänen die niedrigsten Werte gemessen wurden.

Möglicherweise ist das in den Pinus-Spezies enthaltene Stilbene, ein Polyphenol, für die antibakterielle Wirkung verantwortlich.

Trocken und sauber

Im Urinabsorptionstest konnten Kiefer- und Fichtenspäne signifikant mehr Flüssigkeit aufnehmen und halten als die anderen Einstreuarten. Auch dies wirkt sich positiv auf die Boxenhygiene aus, da freier Urin als Stickstoffquelle zum Wachstum von Bakterien beitragen kann.

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