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Multimodale Schmerztherapie

Mit Futter gegen den Schmerz

Nahrungsergänzungsmittel können bei der Therapie chronischer Schmerzen helfen. Was wirkt, was eher nicht?

Tierbesitzer fragen bei der Therapie chronischer Schmerzen häufig nach „alternativen“ Methoden. Groß ist die Angst vor Nebenwirkungen bei der Gabe von Schmerzmedikamenten über längere Zeit. Tatsächlich sind die Behandlungserfolge bei einer aus mehreren Bausteinen zusammengesetzten Schmerztherapie besser, als wenn ausschließlich Medikamente gegeben werden.

Neben den Schmerzmedikamenten ist ein wichtiger Baustein das Gewichtsmanagement: Übergewichtige Hunde und Katzen sollten abnehmen. Weiterhin hilft kontrollierte Bewegung bzw. Physiotherapie gegen die Schmerzen. Daneben können Nahrungsergänzungemittel (Nutrazeutika) zur Linderung der Schmerzen beitragen. Das Angebot ist groß und reicht von Glukosaminhydrochlorid über Grünlippmuscheln bis zu Kurkuma und Teufelskralle. Stefanie und Renè Dörfelt haben für die Initiative tiermedizinische Schmerztherapie (ITIS) und Der Praktische Tierarzt zusammengefasst, was wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit der verschiedenen Stoffe sagen.

Diese Nutrazeutika wirken

Wissenschaftlich erwiesen ist eine Wirkung bei

  • Omega-3-Fettsäuren

  • Teufelskralle

  • Kurkumin.

Widersprüchliche Ergebnisse gibt es in der veterinärmedizinischen Literatur für Glukosamin und Chondroitinsulfat. Letzteres wird aber in der Humanmedizin bei Osteoarthritis im Kniegelenk empfohlen.

Auch für Grünlippmuschelextrakte wurden in einigen Studien signifikante Verbesserungen nachgewiesen, während andere Untersuchungen keinerlei positive Effekte erkannten.

Originalpublikation: Der Fachartikel Nahrungsergänzungsfuttermittel zu Schmerztherapie ist in Der Praktische Tierarzt erschienen (DOI 10.2376/0032-681X-18-04)

ITIS ist ein Fachgremium, besetzt mit führenden Spezialistinnen für veterinärmedizinische Schmerztherapie. Die Experten rund um die Professorinnen Dr. Michaele Alef, Dr. Sabine Kästner, Dr. Heidrun Potschka, Dr. Sabine Tacke sowie Dr. Julia Tünsmeyer setzen sich für ein optimales Schmerzmanagement bei Haus- und Nutztieren ein. Auf der Homepage der Initiative, www.i-tis.de, finden Tierärzte aktuelle Fachinformationen rund um die Schmerztherapie. Informationen für Tierhalter bietet ITIS auf www.schmerz-bei-tieren.de.

Die Arbeit der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie wird von Sponsoren aus der veterinärmedizinischen Pharma- und Futtermittelindustrie engagiert begleitet und ermöglicht. Im Jahr 2018 wird ITIS unterstützt von Boehringer Ingelheim, CP-Pharma, Elanco Animal Health, Vétoquinol, Zoetis und der WDT.

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