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Studie

Mit Toxoplasma in die Selbstständigkeit

Laut einer Studie sind Menschen, die mit dem Einzeller Toxoplasma gondii infiziert sind, besonders häufig selbstständig.

Von Lisa-Marie Petersen

Klinische Symptome verursacht die Infektion mit Toxoplasmen in der Regel nicht. Wenn überhaupt, verspüren Menschen, die als Zwischenwirte fungieren, leichte Grippesymptome oder Muskelschmerz. Die Ansteckung über nicht durchgegartes Fleisch oder Katzenkot ist allerdings häufig – laut Schätzungen sind zwei Billionen Menschen weltweit mit Toxoplasmen infiziert.

Keine Scheu mehr

Immer wieder wird diskutiert, ob der Erreger Einfluss auf das Verhalten seiner Wirte nehmen kann. So konnten Untersuchungen mit Mäusen zeigen, dass infizierte Nager ihre Scheu vor Katzen verlieren. Praktisch für die Toxoplasmen: Todesmutige Mäuse sind leichte Beute. Werden sie von Katzen gefressen, hat der Erreger seinen Endwirt erreicht.

Und wie sieht es beim infizierten Menschen aus? Ähnlich – wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.

Fördern Toxoplasmen den Unternehmergeist?

So konnte ein internationales Forscherteam bei der Untersuchung von 1495 Speichelproben herausfinden, dass mit Toxoplasmen infizierte Studenten häufiger betriebswirtschaftliche Fächer studieren und 1,7-mal so oft Kurse mit den Schwerpunkten Unternehmensführung oder Selbstständigkeit besuchen. Die Durchsicht internationaler Daten konnte darüber hinaus zeigen, dass die Durchseuchungsrate mit Toxoplasmen in einem Land mit dem Prozentsatz der Selbstständigen korreliert. Länder mit hoher Infektionsrate hatten auch viele Selbstständige.

Über die Autorin

Als Tierärztin horcht Lisa-Marie Petersen gern am Ort des Geschehens nach: Was beschäftigt die Tiermedizin derzeit? Interessante Themen verarbeitet die Fachjournalistin dann in redaktionellen Beiträgen für Print- und Onlinemedien.

Hier finden Sie die Originalveröffentlichung.

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