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Infektionsgefahr

Salmonellenübertragung durch Reptilien

Eine italienische Studie zeigt, dass nur wenige Reptilienhalter einfache Hygieneregeln beim Kontakt zum Tier beherzigen.

Immer mehr Menschen halten Reptilien als Haustiere, auch außerhalb von Käfig und Terrarium. Durch den engen Kontakt besteht die Gefahr einer Übertragung von Zoonoseerregern wie Salmonellen auf den Tierbesitzer. Untersuchungen zufolge werden etwa sechs Prozent der Salmonellenausbrüche weltweit auf Reptilien und Amphibien zurückgeführt. Fatale Verläufe mit Septikämien wurden dabei vor allem bei jungen Kindern, alten Menschen und immunsupprimierten Patienten beschrieben. Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Tierhalter Hygieneregeln wie das Händewaschen nach Tierkontakt missachten. Tierärzte sollten hier mehr Aufklärungsarbeit leisten.

Raus aus der Küche

Reptilien scheiden Salmonellen intermittierend mit dem Kot aus. Vor allem Stresssituationen fördern die Ausscheidung fäkaler Pathogene. Um eine indirekte Übertragung durch infizierten Kot zu vermeiden, sollten Tierbesitzer beim Reinigen der Terrarien stets Handschuhe tragen, das Trinkwasser regelmäßig wechseln und sich nach jedem Kontakt mit den Reptilien die Hände waschen. Ebenso sind die Exoten aus dem Küchenbereich fernzuhalten und regelmäßig einer mikrobiologischen Untersuchung zu unterziehen. Familien mit Kindern von unter zwei Jahren ist von der Reptilienhaltung abzuraten. 

(lp)

Originalpublikation: DOI 10.1016/j.prevetmed.2017.07.014

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