Foto: freshidea - stock.adobe.com

Infektionsgefahr

Salmonellenübertragung durch Reptilien

Eine italienische Studie zeigt, dass nur wenige Reptilienhalter einfache Hygieneregeln beim Kontakt zum Tier beherzigen.

Immer mehr Menschen halten Reptilien als Haustiere, auch außerhalb von Käfig und Terrarium. Durch den engen Kontakt besteht die Gefahr einer Übertragung von Zoonoseerregern wie Salmonellen auf den Tierbesitzer. Untersuchungen zufolge werden etwa sechs Prozent der Salmonellenausbrüche weltweit auf Reptilien und Amphibien zurückgeführt. Fatale Verläufe mit Septikämien wurden dabei vor allem bei jungen Kindern, alten Menschen und immunsupprimierten Patienten beschrieben. Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Tierhalter Hygieneregeln wie das Händewaschen nach Tierkontakt missachten. Tierärzte sollten hier mehr Aufklärungsarbeit leisten.

Raus aus der Küche

Reptilien scheiden Salmonellen intermittierend mit dem Kot aus. Vor allem Stresssituationen fördern die Ausscheidung fäkaler Pathogene. Um eine indirekte Übertragung durch infizierten Kot zu vermeiden, sollten Tierbesitzer beim Reinigen der Terrarien stets Handschuhe tragen, das Trinkwasser regelmäßig wechseln und sich nach jedem Kontakt mit den Reptilien die Hände waschen. Ebenso sind die Exoten aus dem Küchenbereich fernzuhalten und regelmäßig einer mikrobiologischen Untersuchung zu unterziehen. Familien mit Kindern von unter zwei Jahren ist von der Reptilienhaltung abzuraten. 

(lp)

Originalpublikation: DOI 10.1016/j.prevetmed.2017.07.014

Foto: nmann77 - Fotolia.com

Kampf mit den Problemkeimen

Therapieassoziierte Infektionen mit multiresistenten Bakterien nehmen in den letzten Jahren deutlich zu. Sie gefährden nicht nur die Patienten, sondern auch das Personal.

Foto: Oliver Renter - stock.adobe.com

(Er)Kennen, Beraten, Vermeiden: Haltungsfehler bei Ziervögeln

Ziervögel, die ausschließlich in Käfigen und Volieren oder mit zeitweisem Freiflug gehalten werden, sind in ihrem Bewegungsspielraum eingeschränkt. Jede dieser Haltungsformen birgt gesundheitliche Risiken.

Foto: ©Tatiana - stock.adobe.com

RHDV-2: eine tödliche Seuche

„Impfen rettet Leben!“ Diese Aussage wird oft kontrovers diskutiert. Bei der extrem aggressiven „China-Seuche“ der Kaninchen trifft sie jedoch zu.

Foto: Olga Itina - stock.adobe.com

Sarkoptesräude bei zwei Mini-Schweinen und einem Kind

Als Haustier gehaltene Miniaturschweine erhalten oft nicht die empfohlenen präventiven Gesundheitsmaßnahmen – ein Zoonoserisiko, wie ein aktueller Fall zeigt.

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.