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Coronavirus

SARS-CoV-2: Diese Tierarten sind empfänglich

Frettchen lassen sich mit dem zoonotischen Virus infizieren. Auch Katzen und Hunde können sich im Einzelfall anstecken.

Bitte keine Abgabe ans Tierheim! Haus- und Nutztiere können den Menschen höchstwahrscheinlich nicht mit SARS-CoV-2 infizieren – umgekehrt scheint dies in Einzelfällen jedoch möglich zu sein.

Infektionsstudien auf Riems

Das Friedrich-Löffler-Institut begann im März mit ersten Untersuchungen an Schweinen, Hühnern, Frettchen und Flughunden. Den Tieren wurde das Virus über die Nase verabreicht, um den natürlichen Infektionsweg nachzuahmen. Erste Ergebnisse lagen bereits Anfang April vor: Unsere lebensmittelliefernden Tiere infizierten sich nicht mit SARS-CoV-2, aber Flughunde und Frettchen erwiesen sich als empfänglich. Frettchen sind bei anderen Atemwegsinfektionen ein gutes Modelltier für den Menschen. Sie übertrugen das Virus auch auf Artgenossen, zeigten aber keine Krankheitssymptome.

Katzen und das Coronavirus

Im April machte eine Studie des Harbin Veterinary Instituts in China Schlagzeilen, noch bevor sie offiziell veröffentlicht wurde: Die Forscher infizierten im Labor Hunde und Katzen mit hohen Dosen des Virus. Während Hunde sich als recht resistent erwiesen, infizierte sich eine von drei Katzen. Auch eine Übertragung von Katze zu Katze wurde nachgewiesen. Klinische Symptome zeigten die Tiere nicht. Ob die Ergebnisse aus dem Labor mit sehr hoher Erregerlast und Käfighaltung auf natürliche Bedingungen übertragbar sind, darf noch bezweifelt werden.

Update: Katzen und das Coronavirus

Die Evidenz verdichtet sich: Vermutlich können Katzen sich leichter als Hunde mit SARS-CoV-2 infizieren. Doch das ist kein Grund, Tiere abzugeben oder einzuschläfern!
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Infektionen bei Tieren sind selten

Aus Hongkong und Belgien wurden SARS-CoV-2-Nachweise bei zwei Hunden und zwei Katzen bekannt. In New York wurde ein Tiger positiv getestet. Doch insgesamt wurden in Hongkong 17 Hunde und acht Katzen aus Corona-positiven Haushalten untersucht. IDEXX testete in Südkorea und den Vereinigten Staaten sogar über 3500 Hunde, Katzen und Pferde: Kein einziges der Tiere war positiv. Das Infektionsrisiko für Haustiere scheint also sehr gering zu sein.

(VM)

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