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Je größer die Gruppe, desto unruhiger die Nacht. Dies gilt auch für Paviane. 
Foto: Sascha Burkard - stock.adobe.com
Je größer die Gruppe, desto unruhiger die Nacht. Dies gilt auch für Paviane. 

Müde Paviane

Schlaf kann warten

Paviane ordnen Schlaf sozialen Pflichten unter. In einer Gruppe ist an schlafen nicht zu denken.

„Schlafen kannst Du auch noch, wenn Du tot bist!“ Von wegen. Wie essenziell wichtig Schlaf allein für die Gedächtnisleistung ist, weiß jede frisch gebackene Mutter, die plötzlich schusselig wird. Wer wenig schläft baut eine Schlafschuld auf. Der Körper registieriert das und produziert unter anderem mehr Adenosin, welches das Ruhebedürfnis des Körpers erhöht. Die Regulation von Schlaf durch den Körper bezeichnet die Forschung als Schlafhomöostase. Menschen brauchen demnach längere und tiefere Schlafphasen, um Defizite aus kurzen Nächten auszugleichen. Und wie sieht es bei Wildtieren aus?

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Kollektives Schlafverhalten macht müde

Wie es Affen ergeht, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie nun mittels GPS-Trackern und Bewegungssensoren untersucht. 26 kenianische Paviane wurden so in ihrem Schlafverhalten gemonitort, mit interessanten Ergebnissen: So zeigten die Untersuchungen, dass die Primaten unruhiger und kürzer schliefen, wenn sie in der Nähe vieler Gruppenmitglieder ruhten. Das entstandene Schlafdefizit wurde auch nicht in jedem Fall nachgeholt, sondern den sozialen Bedürfnissen der Gruppe untergeordnet. Die Forscher werten das Ergebnis als Beleg dafür, dass gesellige Tiere ihr körperliches Schlafbedürfnis gegen den sozialen Druck des Gruppenlebens abwägen. Somit ist der Verzicht auf Schlaf, um z. B. sozialen Verpflichtungen nachzukommen kein rein menschliches Phänomen, sondern eines, dass scheinbar auch in der evolutionären Entwicklung von nicht-menschlichen Primaten eine Rolle spielt. (LP)

Hier können Sie die Studie „ Ecological and social pressures interfere with homeostatic sleep regulation in the wild“ nachlesen. 

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