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Indikatoren

Schmerzen erkennen und messen

Für eine adäquate Behandlung ist es wichtig die Schmerzintensität zu beurteilen.

Tiere verarbeiten Schmerzen auf ähnliche Weise wie Menschen. Wie stark Schmerzen empfunden werden, hängt nicht nur vom auslösenden Reiz ab, sondern auch von zahlreichen Faktoren wie dem Alter oder Geschlecht, dem allgemeinen Gesundheitszustand oder der Umgebung. Schmerz ist also ein höchst subjektives, multidimensionales Erlebnis. Weil Tiere nicht davon erzählen können, muss dieses Erlebnis vom Tierarzt und vom Patientenbesitzer beurteilt werden.

Wie erkennt man Schmerz bei Tieren?

Jede Verhaltensänderung kann ein Anzeichen für Schmerzen sein. In der Tierarztpraxis zeigen die Patienten häufig weniger Schmerzsymptome als in gewohnter Umgebung, denn es ist ein natürlicher Schutzmechanismus, Schmerzen in Stresssituationen zu unterdrücken. Es ist also wichtig, dass der Tierarzt die Beobachtungen der Tierhalter in die eigene Bewertung einfließen lässt und gezielt nachfragt. Damit Tierhalter Schmerzen bei ihren Haustieren leichter erkennen können, hat ITIS Merkblätter entwickelt, die Sie unter Infomaterial kostenfrei für Ihre Tierhalter herunterladen können. Diese finden Sie als unten als PDF.

Wie stark sind die Schmerzen?

Sollen Schmerzen über einen längeren Zeitraum vom Besitzer dokumentiert werden, ist es sinnvoll, wenn er ein Schmerztagebuch führt. In der Praxis muss die Schmerzmessung durch den Tierarzt schnell gehen und einfach durchzuführen sein. Wichtig ist, dass immer derselbe Untersucher den Schmerz beurteilt.

  • Zuerst wird der Patient ohne Manipulation in Ruhe beobachtet.

  • Der Patient wird in Bewegung beurteilt.

  • Die schmerzhafte Region wird vorsichtig manipuliert und der Patient dabei beobachtet. Hierbei soll die Schmerzschwelle nur gerade eben erreicht werden! Dem Tier sollen keine unnötigen Schmerzen zugefügt werden, es soll nicht verängstigt werden.

ITIS ist ein Fachgremium, besetzt mit führenden Spezialistinnen für veterinärmedizinische Schmerztherapie. Die Experten rund um die Professorinnen Dr. Michaele Alef, Dr. Sabine Kästner, Dr. Heidrun Potschka, Dr. Sabine Tacke sowie Dr. Julia Tünsmeyer setzen sich für ein optimales Schmerzmanagement bei Haus- und Nutztieren ein. Auf der Homepage der Initiative, www.i-tis.de, finden Tierärzte aktuelle Fachinformationen rund um die Schmerztherapie.

Die Arbeit der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie wird von Sponsoren aus der veterinärmedizinischen Pharma- und Futtermittelindustrie engagiert begleitet und ermöglicht. Im Jahr 2018 wird ITIS unterstützt von Boehringer Ingelheim, CP-Pharma, Elanco Animal Health, Vétoquinol, Zoetis und der WDT.

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