Foto: K. Thalhofer - Fotolia.com

Verhalten von Kleintieren

Stress durch Halskragen? Oder alles nur Show?

Wie wirkt sich das Tragen eines Halskragens auf das Verhalten von Hunden oder Katzen aus und welche Alternativen gibt es? Eine Studie aus Sydney präsentiert Neues.

Wer kennt sie nicht: Hunde, die mit Vollkaracho an den Türrahmen rennen, gar nicht mehr laufen wollen oder den Kopf hängen lassen wie sieben Tage Regenwetter. Der Grund: Nach der Operation muss ein Halskragen getragen werden! Doch leiden die Tiere tatsächlich darunter oder ist alles nur Show?

Verletzungen sind nicht selten

Wissenschaftler aus Sydney wollten es genauer wissen und befragten Hunde- und Katzenhalter online, wie sich das Tragen eines Halskragens auf das Verhalten ihrer Tiere auswirke. Das klare Ergebnis: Kragen stressen! Und dieser Stress überträgt sich auch auf den Halter. Häufig schlage der „Lampenschirm“ tatsächlich auf die Psyche. Warum? Viele Patienten tun sich schwer mit dem Halskragen zu trinken oder zu spielen. Nicht selten kommt es zu Verletzungen, da sich die Vierbeiner stoßen oder gar die Treppe herunterfallen. Auch exzessiver Juckzreiz und wunde Stellen wurden beobachtet. Manche Tiere versuchen nonstop den Kragen vom Kopf zu zerren und nicht jeder Kragen passe zu jedem Kopf. Vor allem Katzen leiden darunter, dass sie sich nicht ungestört putzen können.

Update: Katzen und das Coronavirus

Die Evidenz verdichtet sich: Vermutlich können Katzen sich leichter als Hunde mit SARS-CoV-2 infizieren. Doch das ist kein Grund, Tiere abzugeben oder einzuschläfern!
Artikel lesen >

Es gibt Alternativen

Die Wissenschafler der Studie raten dazu, auch mal Alternativen zu den gängigen starren Plastikkrägen auszuprobieren. Dazu zählen zum Beispiel aufblasbare Krägen, Bodies oder Halskrausen aus Schaumstoff. Eventuell können zusätzlich verabreichte Arzneien, z. B. Schmerzmittel oder Wirkstoffe gegen Juckreiz helfen. Zudem sollten Besitzer das Verhalten ihrer Tiere beobachten, ihnen gut zusprechen und den Tieren wenn nötig bei der Futter- und Wasseraufnahme assistieren. Diese Tipps können zum Beispiel auch als Merkzettel ausgedruckt und im Wartezimmer ausgelegt werden.

(LP)

Foto: Nadine Haase - stock.adobe.com

Folgen von Covid-19

Der Job weg, das Pferd bleibt

Und nun? Petra Teegen von der Pferdeklappe in Schleswig-Holstein erzählt, wie es vielen Pferdebesitzern in Zeiten von Corona ergangen ist.

Foto: Christian Maurer - Fotolia.com

Artenschutz

Coronavirus in Pelzfarmen

Seit April wurden in den Niederlanden SARS-CoV-2-Infektionen in sechs Pelzfarmen festgestellt.

Foto: CREL

Misshandlung der Windhunde

Eine grausame Tradition

Die Hasenjagd mit Windhunden hat in Spanien eine lange Tradition. Die sogenannten Galgos werden dafür misshandelt und oft grausamst getötet, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben.

Foto: Biomedical Primate Research Centre

Ganz stressfrei

Arbeiten mit Freunden entspannt

Die Zusammenarbeit mit Freunden entspannt Affen und lässt den Stresspegel sinken. Woran das liegt zeigt jetzt eine Studie!

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.