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Foto: gallinago_media - stock.adobe.com
Mit der Kampagne #RespektTaube  will der Deutsche Tierschutzbund das Image der Stadttaube verbessern.

Tierschutz

Tierschützer fordern respektvollen Umgang mit Stadttauben

Stadttauben haben zu Unrecht einen oft schlechten Ruf. Anlässlich des Tags des Respekts am 18. September wirbt der Deutsche Tierschutzbund für einen respektvollen und tierschutzgerechten Umgang mit den Tieren.

„Dass sich Stadttauben in unseren Innenstädten so stark vermehrt haben, ist tatsächlich ein Problem - doch nicht nur für Bürger, die sich eventuell durch die Zahl der Tiere und ihren Kot belästigt fühlen, sondern vor allem auch ein Tierschutzproblem“, erklärt Nadine Sterz vom Deutschen Tierschutzbund. Statt die Tiere zu bekämpfen und ihnen das Leben noch schwerer zu machen, solle man sie mit Respekt behandeln und auf tierschutzgerechte Weise versuchen, ihre Zahl in den Griff zu bekommen. „Ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier ist möglich. Man muss Tauben nicht lieben, aber Respekt haben die treuen und intelligenten Tiere verdient“, so Sterz.

Den Spatz in der Hand … Handling von Vogelpatienten

Der Respekt vor dem Handling kleiner und großer Vogelpatienten ist groß. Das muss nicht sein, wenn man die geeigneten Grifftechniken anwendet.
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Stadttauben fristen ein Dasein unter harten Lebensbedingungen. Die vorhandene Nahrung, bestehend aus Abfällen und Essensresten, ist für die große Zahl der Tiere nicht ausreichend und nicht artgerecht. Mangelernährung ist die Folge, welche sich durch den dünnflüssigen „Hungerkot“, der oft zum Ärgernis wird, zeigt. Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass die einzige nachhaltige und tierschutzgerechte Möglichkeit, das Tauben-„Problem" langfristig in den Griff zu bekommen, in einem umfassenden Taubenmanagement besteht – mit kontrollierten Futterplätzen und Taubenschlägen mit Nistplätzen, an denen die Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden können. So können die Tauben von bisherigen „Hot-Spots“ weggelockt werden; die Populationen werden kleiner und gesünder. Einzelne Städte haben dies glücklicherweise bereits erkannt. Andere Methoden, wie Vergrämung, Tötung oder ein alleiniges Fütterungsverbot, sind dagegen in großen Teilen nicht nur tierschutzwidrig, sondern erweisen sich auch seit Jahren als wirkungslos.

Kampagne soll mit Vorurteilen aufräumen

Seine Kampagne #RespektTaube zum respektvollen Umgang mit Stadttauben hat der Deutsche Tierschutzbund 2018 gestartet. Ziel der Kampagne ist es, über bestehende Vorurteile aufzuklären und mit dem negativen Image der Taube aufzuräumen. Dafür können Interessierte beispielsweise ein kostenloses Infopaket auf der Website www.tierschutzbund.de/taubenschutz bestellen. Gleichzeitig stellen die Tierschützer Städten und Gemeinden Infomaterial zur Verfügung und zeigen auf, wie sich die Taubenpopulation durch die Errichtung von Taubenhäusern und -türmen tiergerecht regulieren lässt. (RED)

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