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Gelenkschmerzen

Tipps für den perfekten Arbeitsschuh

Tiermedizinische Fachangestellte sind oft den ganzen Tag auf den Beinen. Der passende Schuh ist wichtig - und muss nicht immer teuer sein.

Da man es im Berufsalltag mit Sekreten wie Blut und Schleim zu tun hat, sollten die Schuhe vorn und hinten geschlossen sein. Ein Schnürschuh sei zudem besser als ein Slipper oder einer mit Klettverschluss, weil er individueller schließt und mehr Halt gibt, sagt Jürgen Walpert, Orthopäde an der Klinik Fleetsiel in Hamburg. Auch von den vielen Angeboten, die lediglich vorn eine geschlossene Kappe und hinten ein Riemchen haben, hält Walpert nichts: „Das gibt zu wenig Halt. Um Stürze zu vermeiden, ist eine gut profilierte, großflächige Auftrittsohle wichtig.“

Die Orthopädin Tanja Kostuj empfiehlt, alle sechs Monate „zu prüfen, ob Sie sich und Ihren Füßen ein paar neue Arbeitsschuhe gönnen“ – insbesondere wenn die Sohle schief oder abgelaufen sei.

Müssen es spezielle Schuhe sein?

Nein. Die Berufsgenossenschaft für Wohlfahrtspflege betont, dass es auch zahlreiche Sport- und Freizeitschuhe für den Außenbereich gibt, die die genannten Anforderungen erfüllen. Tanja Kostuj appelliert an den gesunden Menschenverstand: „Wie lange ein Schuh hält, hängt vom Typ ab. Aber man sollte bedenken, dass Laufschuhe auch nur ein paar Monate halten. Ein Jahr Lebenszeit ist realistisch. Hat man einen starken Schweißfuß oder kommt viel Sekret auf den Schuh, kann sie auch kürzer sein“, so die Orthopädin. Jürgen Walpert moniert, dass bei „Gesundheits-Klassikern“ von Birkenstock oder Berkemann der gesunde Fuß ein vorgefertigtes Fußbett bekomme, das er gar nicht benötige. Wer einen Problemfuß habe, brauche seiner Meinung nach individuelle Einlagen, kein genormtes Fußbett. Wer sein Fußgewölbe trainieren will, sollte nach Feierabend die Schuhe weglassen und barfuß laufen.

(LP)

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