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In der Sperrzone von Tschernobyl leben noch etwa 1.000 Hunde.

Tierschutz

Tschernobyls verlorene Hunde

Vor 35 Jahre war der Reaktorbrand von Tschernobyl. Das Kernkraftwerk und die umliegenden Städte liegen seit der Katastrophe in einer 30 Kilometer-Schutzzone, die inzwischen zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Klingt idyllisch? Ist es aber nicht – zumindest nicht für alle.

Als die Anwohner der Region 1986 Hals über Kopf evakuiert wurden, konnten viele ihre Haustiere nicht mitnehmen. Nach der Evakuierung sollten Soldaten der russischen Armee die verlassenen Streuner dann erschießen. Hunderte wurden getötet, aber einige konnten doch entkommen. Und während Pflanzen und Wildtiere trotz Strahlenbelastung in der „Zone“ gut gedeihen, haben die Nachkommen dieser Hunde ein hartes Leben. Laut Clean Future Fund, einer humanitären Organisation, die von Industrieunfällen betroffene Gemeinschaften unterstützt, leben derzeit rund 1.000 Hunde in der Sperrzone. Kaum eines der Tiere wird älter als fünf Jahre. Aber nicht die Strahlenbelastung ist das Problem. Die Hunde sind unterernährt, die kalten Winter machen ihnen zu schaffen und Wölfe sind eine Gefahr. Viele leiden an Räude, außerdem grassieren Seuchen wie Tollwut, Staupe und Parvovirose.

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Tierschutz in Tschernobyl

Viele Menschen gibt es nicht im Sperrgebiet. Wer kann also helfen? Die ersten, die sich der Streuner annahmen, waren das Wachpersonal, das zur Sicherung des Sperrgebietes entsandt wurde, und die Arbeiter aus dem wieder in Betrieb genommenen Kernkraftwerk. Sie fütterten, versuchten zahme Hunde wenigstens gegen Tollwut zu impfen und ihrer Zecken Herr zu werden. Seit 2017 kümmert sich auch die Hilfsorganisation Clean Future Fund um die Tiere. So viele Hunde wie möglich werden kastriert und geimpft. Welpen mit geringer Strahlenbelastung werden inzwischen sogar vermittelt. Auch für dieses Jahr sind Kastrationsaktionen geplant. (AS)

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