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Adipositas

Übergewicht bei Katzen

Die Folgen von krankhafter Fettleibigkeit sind auch für Tiere schwerwiegend. Eine Studie offenbart eine erschreckende Gewichtszunahme bei Katzen.

Inhaltsverzeichnis

Von Jeanette Probst

Wie beim Menschen führt Fettleibigkeit bei Katzen zu einem erhöhten Krankheitsrisiko. Schwedische Forscher haben die mit Adipositas assoziierten Risikofaktoren nun an einer großen Population adulter Katzen untersucht: 1072 Patienten einer Kleintierklinik sowie 1665 Kunden einer Tierversicherung.

Fast die Hälfte übergewichtig

In den Patientenakten der Klinik wurden 45 Prozent der adulten Katzen als übergewichtig eingeschätzt. Bei der Besitzerumfrage waren es nur 22 Prozent. In beiden Gruppen waren Birma- und Perserkatzen sowie geriatrische Katzen seltener übergewichtig als die Gesamtpopulation. Adipositas war bei Katern häufiger als bei weiblichen Katzen. In der Studie wurde ein Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Erkrankungen des unteren Harntrakts, des Respirationstrakts, der Haut, des Bewegungsapparates und einem Diabetes mellitus Typ 2 festgestellt. Ein gieriges Fressverhalten sowie die Aufnahme von Trockenfutter waren mit Übergewicht assoziiert, inaktives Verhalten trug ebenso dazu bei.

Studiendesign mit Tücken

Durch das Studiendesign steht die Verläss­lichkeit der erhobenen Daten auf etwas wackeligen Füßen. So konnten nur 19 Prozent der Klinikkarteikarten ausgewertet werden, da in den anderen der Body Condition Score (BCS) des Patienten gar nicht eingetragen war. Dass dieser im Falle von offensichtlich abweichendem Gewicht oder bei Krankheiten, bei denen Übergewicht eine Rolle spielt, eher dokumentiert wird, ist nicht auszuschließen. Bei der Bewertung durch Tierbesitzer, wie in dem Fragebogen geschehen, ist bekannt, dass diese den BCS ihres Tieres eher unterschätzen. Wenn die Hypothese richtig ist, dass übergewichtige Tiere eher an bestimmten Krankheiten leiden, dann werden möglicherweise eine größere Anzahl dieser Tiere in einer Klinik vorgestellt.

Dick durch Trockenfutter?

Trotz der Schwächen im Studiendesign wäre vor allem das Ergebnis, dass Trockenfutter bei adulten Katzen am Entstehen von Gewichtsproblemen beteiligt sein könnte, ein interessanter Ansatz zur Prävention. Die Autoren nehmen ursächlich eine in trockenem Futter meist höhere Kohlenhydrat- und Energiedichte an. Der mögliche Zusammenhang sollte in weiteren Studien näher untersucht werden.  

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