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Stiftung Warentest

Vier Fakten über Honig

Bei vielen startet der Tag mit einem Honigbrötchen. Aber wie steht es um die Qualität? Stiftung Warentest hat Honig überprüft und dabei interessante Informationen zur Verfügung gestellt.

Jeder Deutsche vernascht etwa ein Kilo des goldgelben Lebensmittels pro Jahr, aber leider erfüllen nicht alle Varianten die Qualitätsstandards.

Was drin sein muss

Bei Akazienhonig müssen mindestens 20 Prozent der Pollen von der Scheinakazie kommen. In Wildblütenhonig darf nicht eine Sorte Blüten dominieren, stattdessen muss der Inhalt eine Blütenvielfalt widerspiegeln.

Ohne Import kein Honigbrot

Nur jeder vierte bei uns verkaufte Honig kommt aus Deutschland. China ist der größte Honigproduzent der Welt und zählt inzwischen zu den wichtigsten Honiglieferanten der EU.

Tests zeigten, dass jede fünfte Honigprobe, die bei Importeuren oder an den Außengrenzen der EU gezogen wurde, nicht die Standards der Europäischen Union erfüllt.

Große Preisspanne

Die Kosten für ein Kilogramm Honig variieren sehr stark und reichen von knapp 5 Euro bis zu rund 25 Euro. Da viele Bienenvölker unter den sich ändernden Umwelteinflüssen und Parasiten leiden, könnte der Honig in Zukunft noch teurer und rarer werden. Der derzeit weltweit mit am teuersten gehandelte Honig heißt Manuka und kommt aus Neuseeland: 250 Gramm kosten bis zu 80 Euro – ihm werden zahlreiche positive Effekte für die Gesundheit zugesprochen.

Schadstoffe

Honig ist ein Spiegelbild unserer landwirtschaftlichen Praktiken und nicht immer so naturbelassen und gesund, wie viele glauben: Bienen sammeln auch unerwünschte Stoffe ein. In jedem dritten Honig wies die Stiftung Warentest geringe Gehalte des Pflanzenschutzmittels Glyphosat nach. Des Weiteren fanden sich Spuren von Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen sowie Pyrrolizidinalkaloide. Im Tierversuch waren diese Gifte krebserregend und erbgutschädigend.

(LP)

Hier kommen Sie zu den Ergebnissen der Stiftung Warentest.

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