Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet, dass es zu vielen unüberlegten Spontankäufen kommt.
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Tierschutz

Wird der Collie die neue Moderasse unter den Hunden?

Diese Woche ist der Kinofilm "Lassie" gestartet. Der Deutsche Tierschutzbund warnt jetzt vor einer unüberlegten Anschaffung von Collies.

Inhaltsverzeichnis

Seit dem 20. Februar läuft die Neuverfilmung von "Lassie – Eine abenteuerliche Reise" in unseren Kinos. Im Vorfeld hat der erste deutsche Lassie-Film bereits viel mediale Aufmerksamkeit erhalten – dies bürgt leider auch immer die Gefahr, dass sich potenzielle Tierhalter schockverlieben und ein neuer Hype um die Rasse entsteht. So enden leider viele nicht sachkundige Spontankäufe für die Vierbeiner im Tierheim oder sie werden einfach ausgesetzt.

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Bei Käufen über das Internet kommt erschwerend hinzu, dass „Lassie“-Fans leicht an kriminelle Welpenhändler geraten können.

Gerade auf Online-Plattformen wie ebay Kleinanzeigen scheint das neue Lieblingstier nur einen Mausklick entfernt. Unseriöse Verkäufer sind hier allerdings kaum zu erkennen. Viele kriminelle Händler tarnen sich mit normalen Züchterpreisen, andere bieten die Tiere zu Spottpreisen an, die Spontankäufe noch begünstigen. „Ich kann daher nur dringend davon abraten, Tiere über das Internet zu kaufen“, sagt Lisa Hoth, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Die illegal gehandelten Hundewelpen stammen in der Regel aus grausamen Zuchtfabriken in Osteuropa, in denen die Muttertiere unter qualvollen Bedingungen als „Gebärmaschinen“ gehalten werden. Zu früh werden die Welpen von der Mutter getrennt, viele sind von den langen Transporten geschwächt und kaum überlebensfähig, wenn sie in Deutschland ankommen – auch weil wichtige Impfungen fehlen. Unwissende Tierliebhaber erleben nicht selten eine böse Überraschung, wenn der neue Hund plötzlich krank wird und die tierärztliche Behandlung unvorhergesehene Kosten verursacht.

Collies brauchen viel Beschäftigung

Bei Moderassen besteht auch immer die Gefahr, dass sich zukünftige Halter vorab zu wenig über die Bedürfnisse der Tiere informieren. „Hütehunde wie Langhaarcollie ‚Lassie‘ brauchen zum Beispiel viel Beschäftigung – dies ist vielen Interessenten leider nicht bewusst und führt bei unüberlegter Anschaffung schnell zu einer Überforderung“, erklärt Hoth. „Die Entscheidung für ein Tier sollte deshalb nie spontan, sondern immer nur ausreichend informiert fallen.“ Wer sicher ist, dass ein Hund oder auch eine bestimmte Rasse ins eigene Leben passt, dem empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund als erstes einen Gang ins Tierheim, wo Rassetiere wie Mischlinge auf ein neues Zuhause warten. Fachkundige Tierheimmitarbeiter, die ihre Schützlinge genau kennen, stehen beratend zur Seite und können sicherstellen, dass Hund und Halter auch wirklich gut zusammenpassen.

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