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Entsorgung von Arzneimitteln

Wie werde ich Medikamente wieder los?

Auf die Frage nach der richtigen Entsorgung von Medikamenten geben Tierarztpraxen ihren Kunden zu selten eine Antwort. Das sollten Sie ihnen sagen.

Schmerzmittel, Antibiotika und Hormone: Laut Umweltbundesamt konnten in Seen und Flüssen etwa 150, im Grundwasser rund 40 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen werden. Dorthin gelangen sie vor allem über das Abwasser. Eine Umfrage im Jahr 2013 ergab, dass in Deutschland fast die Hälfte der Befragten flüssige Medikamente zumindest gelegentlich in der Toilette entsorgt. Ähnlich verfahren sie höchstwahrscheinlich mit den Tabletten, Tropfen und Shampoos ihrer Haustiere. Die Folgen für die Umwelt sind unter Umständen dramatisch. So wurden männliche Fische beobachtet, die unter dem Einfluss von Hormonen verweiblichen. Es gibt auch Berichte über Fische, die Antidepressiva ausgesetzt waren, dadurch aktiver, wagemutiger und vermehrt zur Beute für Räuber wurden.

Sammelstelle oder Müll

Statt ins Abwasser gehören Altmedikamente gut verschlossen in den Restmüll. Alternativ sollten sie bei einer Schadstoffsammelstelle oder Apotheke abgegeben werden.

Der Tierarzt als Vorbild

In den Vereinigten Staaten haben Wissenschaftler Tierärzte gefragt, ob sie Patientenbesitzer zur Entsorgung abgelaufener Medikamente beraten. Über 60 Prozent tun dies nie, die restlichen nur etwa bei jedem fünften Patien­ten. Dabei ist in den USA auch die Entsorgung über den Hausmüll problematisch.

Von den Tierhaltern wird das Praxispersonal aber durchaus als Ansprechpartner und Vorbild in dieser Frage wahrgenommen: Es besteht Gesprächsbedarf.

(vm)
Hier
finden Sie ein Video zur richtigen Entsorgung und hier können Sie die Originalpublikation lesen.

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Recycling von Medikamenten verboten

Sind Arzneimittel erstmal abgegeben worden, darf sie die Praxis nicht wieder zurücknehmen. Diese Vorschrift dient vor allem dem Schutz der tierischen Patienten.

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Kein Buch mit sieben Siegeln

Für den Verkehr mit (Tier-)Arzneimitteln gelten auch in Deutschland besondere Regeln, denn diese können nicht nur heilsam sein, sondern auch Gefährdungspotenzial für Anwender, Patienten oder die Umwelt besitzen.

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Wie entsteht Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus ist neben der Hyperthyreose die häufigste Stoffwechselerkrankung der Katze. Die Tendenz ist steigend.

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Armes Kätzchen? Leben mit Schilddrüsenüberfunktion

Die feline Hyperthyreose (FHT) ist eine der häufigsten Erkrankungen der älteren Katze. Weder Diagnose noch Behandlung sind einfach, aber Therapie und Heilung sind möglich.

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