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Klimawandel

Das Pferd als Klimasünder unter den Haustieren?

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass der ökologische Hufabdruck von Pferden ähnlich groß ist wie Autofahren. Was tun?

Der Klimawandel ist in aller Munde. Während Trump über Twitter das Global Warming herbeiwünscht, versuchen viele Wissenschaftler, die Ursachen für den Klimawandel zu ergründen.

Wer ist der größte Sündenbock?

In der Tierwelt standen zunächst Hunde und Katzen unter Beschuss, nachdem eine US-amerikanische Studie aufgezeigt hatte, dass immer mehr Tierhalter ihren Vierbeinern Tiernahrung mit hohem Fleischanteil füttern wollen, da dies als Qualitätsmerkmal angesehen wird. Ein nicht gerade klimafreundlicher Trend, produziert doch die Fleischproduktion, so weiß inzwischen jeder, ausnehmend viele Schadgase und be- und überansprucht große Agrarflächen.

Von Fisch bis Pferd: Erste Untersuchung zur Ökobilanz von Haus-und Heimtieren

Neu ist die Untersuchung der ESU Services, einem Dienstleistungsunternehmen, das sich mit Ökobilanzierungen beschäftigt. Welche Auswirkung hat die Haltung von Haus- und Heimtieren auf die Umwelt? Kurzum: insgesamt eine geringe. Doch: Je größer ein Tier, desto größer auch der Einfluss auf Klima und Co. So sind kleine Fische in Bezug auf den Klimawandel im wahrsten Sinne kleine Fische, während es Pferden an den Kragen geht.

Futterproduktion ist Faktor Nummer 1

Dass das Pferd so schlecht abschneidet, hängt mit der größeren Futtermenge zusammen, die für diese Tiere benötigt wird. Die Studie zeigt, dass die Futterproduktion bei allen Tieren der klimaschädlichste Faktor ist. Und das gilt eben nicht nur für Fleisch, sondern auch für Stroh und Heu, dem Hauptnahrungsmittel von Pferden. Die Tiere stoßen zudem Methan aus, stehen auf Stroh im beheizten Stall und werden auch noch oft mit dem Auto zu Turnieren oder Trainings gekarrt. Vergleicht man die Studienresultate mit der Umweltbelastung einer Autofahrt, entspricht die Haltung eines Pferdes der Umweltbelastung einer 21.500 km langen Autofahrt (Hund: 3.700 km). Das ist deutlich mehr als ein durchschnittliches Fahrzeug in Deutschland (ca 13.000 km) pro Jahr zurücklegt. Auch Hundebesitzer fahren gerne zum Spazierengehen kurze Strecken mit dem Auto. Bei Katzen entweicht durch undichte Katzenklappen Energie.

Was können Sie tun?

  • Das Auto stehen lassen bzw. Fahrgemeinschaften zu Turnieren bilden.

  • Das Pferd als Familientier „teilen“ reduziert die Pro-Kopf-Belastung.

  • Späne aus lokaler Produktion statt Stroheinstreu verwenden.

  • Die Fütterung des Tieres anpassen. Feuchtfutter produziert mehr Verpackungsmüll und lässt die Tiere größere Mengen an Kot absetzen, sodass mehr Hundekotbeutel benötigt werden.

  • Hundekotbeutel aus recyclebarem Plastik verwenden.

  • Katzenklappen abdichten.

Hier kommen Sie zu der Studie.

(LP)

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