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Ausbreitung des Augenwurms

Der Parasit kann ins Auge gehen

Ein orientalischer Augenwurm breitet sich in Europa aus. Er befällt Haus- und Wildraubtiere, Hasen, aber auch den Menschen.

In Deutschland und Österreich ist er noch weitgehend unbekannt: der orientalische Augenwurm – Thelazia callipaeda –, der von speziellen Fruchtfliegen übertragen wird.

Verbreitung in Europa

In den letzten 30 Jahren wurde zunehmend von Fällen in Europa berichtet. 2010 wurde eine Thelaziose bei einem Retriever aus Bühl in Baden-Württemberg beschrieben, der sich vermutlich lokal infiziert hatte. Nun berichten Parasitologen von der Vetmeduni Vienna über die ersten österreichischen Fälle autochthoner Thelaziose: Von lokalen Tierärzten wurde den Wissenschaftlern von drei vermutlich in Österreich mit Thelazia infizierten Hunden innerhalb der letzten fünf Jahre berichtet. Jetzt beschreiben sie einen Befall mit dem Augenwurm bei einer Katze. Die zeigte serösen Augenausfluss, konjunktivale Hyperämie und ein schwaches Bindehautödem im rechten Auge. Mitautor Georg Duscher betont: „Aufgrund der vorliegenden Daten ist ein verstärktes Bewusstsein bei MedizinerInnen und VeterinärmedizerInnen unerlässlich, um weitere Infektionen bei Tieren und Menschen zu verhindern. Aktuelle Vergleichsdaten aus Spanien geben außerdem zur Vermutung Anlass, dass in den kommenden Jahren eine Ausweitung auf neue Gebiete in Österreich und eine deutliche Zunahme an Erkrankungen zu erwarten ist.“

Entfernung des Wurms

Die mechanische Entfernung des Parasiten aus dem Auge und makrozyklische Laktone führen zum Erfolg. Orales Milbemycinoxim/Praziquantel und Milbemycinoxim/Afoxolaner sowie Moxidectin/Imidacloprid Spot-on haben sich bei natürlich infizierten Hunden und Katzen als effizient erwiesen. Diese Produkte sind auch prophylaktisch wirksam.

(VM) 

Hier finden Sie die Originalpublikation.

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