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Auch für Hunde liegt vegane Ernährung im Trend.
Foto: Mat Hayward - stock.adobe.com
Auch für Hunde liegt vegane Ernährung im Trend.

Tierernährung

So gesund sind vegan ernährte Hunde

Immer mehr Menschen möchten auf tierische Produkte in der eigenen Ernährung verzichten. Aber funktioniert das auch für ihre Hunde? Britische Forschende geben grünes Licht.

  • Die vegane Fütterung von Hunden liegt im Trend. Doch Auswirkungen auf die Gesundheit werden kontrovers diskutiert.
  • Eine aktuelle Studie untersuchte unterschiedliche Arten der Fütterung: konventionell, Rohfleisch und vegan. Die Forscher verglichen den Gesundheitszustand der Fütterungsgruppen – mit überraschendem Ergebnis.

Aus Sorge um das Klima und das Tierwohl von Rindern und Schweinen entscheidet sich ein wachsender Teil der Bevölkerung für eine rein pflanzliche Ernährung. Wer sich selbst vegan ernährt, kauft häufig auch für seine Haustiere ungern Fleisch ein. Tatsächlich ist der ökologische Pfotenabdruck unserer Hunde alles andere als klein. Das ist zu einem guten Teil der Fütterung mit viel tierischem Protein geschuldet. Vegane Rationen könnten die Hundehaltung nachhaltiger machen.

Vegane versus fleischbasierte Diät bei Hunden

Kann eine vegane Ernährung für den Haushund als Wolfsverwandten tiergerecht und gesund sein? Experten sind sich uneinig, häufig wird aus Sorge vor Nährstoffimbalancen grundsätzlich eher abgeraten. Ein Verfechter der veganen Heimtierernährung ist hingegen Andrew Knight, Professor für Tierwohl und Ethik an der University of Winchester in Großbritannien.

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Knight publizierte im April 2022 den zweiten Teil einer Studie zur Hundeernährung, die auch in Deutschland Schlagzeilen machte. Knight und sein Team befragten über 2.500 Hundehalter zu jeweils einem Hund, der seit mindestens einem Jahr entweder konventionell, mit Rohfleisch (BARF) oder vegan ernährt wurde. Ausschlaggebend für die Einordnung in eine Fütterungsgruppe war der Hauptbestandteil der normalen Fütterung. Es ist also nicht auszuschließen, dass auch vegane Hunde hier und da ein fleischhaltiges Leckerchen erhielten. Um Auswirkungen der Ration auf die Gesundheit beurteilen zu können, wurden Gesundheitsindikatoren wie die Anzahl der Tierarztbesuche, Medikation oder ein Wechsel zu einem Diätfutter erfasst sowie grob kategorisierte Einschätzungen des Gesundheitsstatus durch Halter und Tierarzt.

Knight selbst erklärt seine Untersuchungen hier im Video (englischsprachig):

Gesundheitsvorteil bei veganer Ernährung?

Konventionell gefütterte Hunde schienen insgesamt weniger gesund als vegan oder mit Rohfleisch ernährte Tiere. Die geBARFten Hunde in der Studie waren allerdings signifikant jünger als ihre Artgenossen in den beiden anderen Fütterungsgruppen. Die Autoren führen deren bessere Gesundheit auf das junge Alter zurück und betonen die Risiken durch eine mögliche Keimbelastung bei der Rohfütterung. Einen echten Gesundheitsvorteil sehen die Autoren nur bei den Veganern.

Knight zieht den Schluss: Eine in Bezug auf den Nährstoffbedarf ausbalancierte vegane Diät sei nach derzeitiger Evidenz die gesündeste und am wenigsten risikobehaftete Ernährung für Hunde. Bereits 2021 hatte er Ergebnisse aus derselben Umfrage veröffentlicht, denen sich entnehmen ließ, dass veganes Futter geschmacklich mit konventionellen Rationen mithalten kann und genauso gern gefressen wird.

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Vegane Fütterung liegt im Trend

Der globale Markt für pflanzliches Hundefutter nimmt rasant zu, ein Marktbericht von The Insight Partners sagt bis 2028 eine jährliche Wachstumsrate von über sieben Prozent voraus. Daten zu den gesundheitlichen Langzeitfolgen einer veganen Fütterung stehen nach wie vor aus, hier besteht noch Forschungsbedarf. Doch der Trend geht wohl auch beim Hund zu weniger Fleisch im Napf – bei der Zusammenstellung tiergerechter Rationen sollten tierärztliche Ernährungsberater unterstützen. (VM)

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