Image
Wie sollten Katzen mit Nierenerkrankung im Frühstadium gefüttert werden?
Foto: absolutimages - stock.adobe.com
Wie sollten Katzen mit Nierenerkrankung im Frühstadium gefüttert werden?

Ernährung

Katzenfütterung im Frühstadium chronischer Niereninsuffizienz

Protein und Phosphor dürfen nicht zu stark reduziert werden.

Feinjustierung gefragt

Bei azotämischer chronischer Nierenerkrankung (CKD) ist ein eingeschränkter Phosphor- und Proteingehalt des Futters Dreh- und Angelpunkt der Therapie, aber für Katzen mit CKD im Frühstadium wurden die Langzeitfolgen einer solchen Diät auf die Nierenfunktion bisher wenig untersucht. Jetzt liegen Ergebnisse einer Laborstudie mit 19 Katzen vor, die zu Studienbeginn im CKD-Stadium 1 oder 2 waren.

Tumordiät bei Hund und Katze – sechs Tipps

Welche Bestandteile der Nahrung haben Einfluss auf die Tumorentwicklung? Diese sechs Punkte sind bei der Ernährung tumorkranker Tiere wichtig.
Artikel lesen

Langzeitstudie mit Futterwechsel

Alle Katzen erhielten in der ersten Studienphase über 18 Monate ein stark protein- und phosphorreduziertes Trockenfutter (Royal Canin Veterinary Diet Feline Renal Dry, Protein: 59 g/Mcal, Phosphor: 0,84 g/Mcal, Kalzium-Phosphor-Verhältnis: 1,9). In der zweiten Studienphase erhielten die Tiere für 22 Monate ein moderat protein- und phosphorreduziertes Futter (zu je 50 Prozent des Engergiebedarfs Nass- und Trockenfutter, (Royal Canin Senior Consult Stage 2 [jetzt umbenannt zu Royal Canin Early Renal], Protein: 76 bis 98 g/Mcal, Phosphor: 1,4 bis 1,6 g/Mcal, Kalzium-Phosphor-Verhältnis: 1,4 bis 1,6). Gemessen wurden unter anderem Gesamtkalzium, Phosphor und das Hormon FGF23, das an der Phosphatregulation beteiligt ist.

Ergebnisse und Schlussfolgerung

Zu Studienbeginn lagen die mittleren Kalzium-, Phospor- und FGF23-Werte im Normalbereich gesunder Katzen. Der Phosphorwert blieb im gesamten Studienverlauf relativ konstant. In der ersten Studienphase, unter strikter Protein- und Phosphorreduktion, erhöhten sich die mittleren Kalziumspiegel und überstiegen gegen Ende bei fünf Katzen die Normobergrenze für Gesamtkalzium und bei 13 Katzen für ionisiertes Kalzium. Der mittlere FGF23-Spiegel stieg auf das 2,72-fache des Ausgangswertes an. In der zweiten Studienphase, unter moderater Protein- und Phosphorreduktion, normalisierte sich bei allen zuvor hyperkalzämischen Katzen das Gesamtkalzium und bei mehreren dieser Katzen das ionisierte Kalzium. Der mittlere FGF23-Spiegel halbierte sich.

Hundeerziehung mit positiver Verstärkung, Geduld und Liebe

Welpen kommen mit allen Fähigkeiten, die sie zu einem glücklichen, hundegerechten Leben brauchen, auf die Welt. Wir geben Ihnen Tipps für den Umgang mit Hunden.
Artikel lesen

Fazit

Katzen im Frühstadium einer CKD entwickelten bei starker Protein- und Phosphorreduktion eine Hyperkalzämie, die sich nach Umstellung auf ein Futter mit moderat reduziertem Protein- und Phosphorgehalt zurückbildete. Außerdem besserten sich bei der moderaten Diät die Nierenmarker und das Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Die Autoren schließen, dass ein Futter mit mäßig reduziertem Protein- und Phosphorgehalt für Katzen im CKD-Frühstadium vorteilhaft sein kann. Christiane Fetzer

Image
Die Mindestgröße eines Terrariums korreliert mit der Größe der Tiere, sollte bei Einzelhaltung aber eine Grundfläche von 0,5 m2 keinesfalls unterschreiten. Die Nutzfläche jedes Terrariums kann durch Klettermöglichkeiten und Liegeflächen auf verschiedenen Plateaus vergrößert und abwechslungsreich gestaltet werden.

Diagnostik und Therapie

Bartagamen in der Praxis – eine Einführung

Haltungs- und Fütterungsfehler führen zu vermeidbaren Erkrankungen der australischen Echsen. Dagegen helfen Aufklärung und medizinische Versorgung.

Image
Goldhamster eignen sich nicht als Schmusetiere für Kinder.

Steckbrief

Tipps für die Haltung von Goldhamstern

Goldhamster sehen aus wie niedliche kleine Teddybären, daher sind sie bei Kindern sehr beliebt. Die nachtaktiven Einzelgänger eignen sich jedoch gar nicht als Schmusetiere fürs Kinderzimmer.

Image
Resorptive Läsion des Typ 1: Klinisch ist am betroffenen Zahn M1 des Unterkiefers lediglich die Gingivitis erkennbar.

Zahnerkrankungen bei der Katze

(FO)RL – ein stilles Drama

Feline odontoklastische resorptive Läsionen (FO)RL sind eine sehr schmerzhafte Erkrankung an den Zähnen der Katze. Was steckt dahinter und wie können wir betroffenen Tieren helfen? Wir geben eine Übersicht zu den Symptomen, der Diagnostik und Behandlung.

Image
Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann die Gesundheit langfristig beeinträchtigen.

One Health

Long-COVID-Forschung an der TiHo

Eine TiHo-Forschergruppe zeigt: Auf SARS-CoV-2 trainierte Hunde können Proben von Long-COVID-Patienten erkennen. Ein weiteres Team weist nach der Infektion Proteinanhäufungen im Gehirn nach, wie sie für Alzheimer und Parkinson bekannt sind.

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.