Den Kopf des Hundes in die Hand nehmen, das stärkt die mentale Gesundheit.
Foto: rodimovpavel - stock.adobe.com

Gestresste Vierbeiner

Lockdown: Wie viel kuscheln ist ok?

Das Jahr 2020 war aufgrund von COVID-19 psychisch herausfordernd. Haustiere sind zwar eine wichtige mentale Stütze, brauchen jedoch auch Rückzugsräume.

Wissenschaftliche Studien bestätigen es: Der Lockdown und die Corona-Maßnahmen schlugen vielen Menschen auf die Psyche. Gleichwohl haben Online-Befragungen gezeigt, dass Haustiere für ihre Besitzer eine wichtige Stütze waren. So verspürten Tierhalter in 2020 eine noch stärkere emotionale Verbundenheit zu ihren Vierbeinern als sonst schon.

Social Buffering

Die Verhaltensexpertin Nadja Affenzeller von der Vetmed Uni Vienna hat hierfür auch eine Erklärung: Laut der sogenannten "Social Buffering-Hypothese" sind Haustiere in der Lage Stresssymptome zu reduzieren, da sie im Sozialverbund des Menschen wie ein Familienmitglied angesehen würden. So steigere nicht nur der Sozialkontakt zu Menschen, sondern auch der zum Tier die Resilienz.

Wie geht es weiter?

Tiere tun ihren Menschen gut, doch wie ist es andersherum? Natürlich mögen auch Hunde und Katzen die Gesellschaft ihrer Herrchen, doch vor allem schätzen sie ihre Gewohnheiten. So kann es die "Gehwohnheitstiere" verwirren und stressen, wenn es plötzlich ständig lärmt und keine Ruhezeiten mehr eingehalten werden können.

Die Verhaltensexperten der Vetmed Uni Vienna raten dazu, die Tiere genau zu beobachten und bei Problemverhalten einen spezialisierten Tierarzt aufzusuchen. Des Weiteren geben sie folgende Tipps:

  • Wichtig sei, den gewohnten Tagesablauf/die Routine einzuhalten. Das gebe den Tieren Sicherheit.
  • Gleiches gelte beim Gassi- und Spazierengehen, bzw. den Besuch eines Pferdes: Hier sind gewohnte Zeiten einzuhalten.
  • Weiterhin sollten die Vierbeiner sich in der Interaktion mit dem Menschen an Spielregeln halten, die sie von kleinauf kennen.
  • Haustier sollten nicht mit Zuneigung und Nähe überschüttet, bzw. bedrängt werden. Hierfür sind auch Kinder zu sensibilisieren: Das Tier signalisiert eigentlich sehr gut, was es möchte und was nicht.
  • Freiräume und Ruhephasen sind auch für Tiere wichtig und sollten gewährt und respektiert werden.
  • Futtersuchspiele sorgen hingegen für Unterhaltung.

Wie bei uns Menschen gilt auch beim Tier: Für das Wohlbefinden braucht es gleichermaßen Kontakt und Ruhe.

Tipp: Sie möchten keine interessante Meldung mehr verpassen? Dann abonnieren Sie einfach den kostenlosen Newsletter von tfa-wissen. Hier können Sie sich anmelden!

Foto: Africa Studio - stock.adobe.com

Wie Sie Haustiere sinnvoll beschäftigen

Verhaltensexpertin Dr. med. vet. Carina Kriegl erklärt, wie Alltagsveränderungen durch die Corona-Krise Haustiere belasten und gibt Tipps für sinnvolle Beschäftigungen.

Foto: benevolente - stock.adobe.com

Homeoffice mit Haustieren

Nicht nur für viele Zweibeiner stellt das Homeoffice eine Umstellung dar. Auch für Hund und Katze stellen die neuen Routinen Stress dar.

Foto: vaclav - stock.adobe.com

Get moving - Katzen in Bewegung

Betrachtet man Aktivitätsmuster von Freigängern, dann wird schnell klar, dass sich Wohnungskatzen viel zu wenig bewegen. Übergewicht und andere gesundheitliche Einschränkungen sind die Folge.

Foto: alexandro900 - stock.adobe.com

Fauchen, Beißen, Kratzen: Aggression bei der Katze

Aggressionsverhalten ist unerwünscht. Nur wer die Situation, in der die Katze das Verhalten zeigt, genau analysiert und möglichst viele Zusammenhänge und Auslöser erkennt, kann es verstehen.

Alles rund um Praxisalltag, Ausbildung und Beruf unser Newsletter TFA-Wissen

Abonnieren und erhalten Sie kostenlos alle News für Tiermedizinische Fachangestellte.