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Studie

Schoko-Labradore leben kürzer

Die Lebenserwartung schokoladenfarbener Labradore ist im Median fast eineinhalb Jahre geringer als die ihrer schwarzen und gelben Artgenossen.

Der Labrador Retriever ist in Großbritannien und den USA die beliebteste Hunderasse, in Deutschland stehen die Schlappohren auf Platz 4 der Welpenstatistik des VDH (2017). Fast ein Viertel der Hunde dieser Rasse hat ein schokoladen- bzw. leberfarbenes Fell. Im Rahmen einer VetCompassTM-Studie an über 33.000 britischen Labradoren stellte sich überraschenderweise heraus, dass Schoko-Labradore im Median nur 10,7 Jahre lang leben, während schwarze und gelbe Tiere es auf immerhin 12,1 Jahre bringen.

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VetCompassTM ist ein Projekt des Royal Veterinary College in London und der Universität Sidney. Die Wissenschaftler sammeln und analysieren Daten aus der Praxissoftware britischer Veterinäre. Auf diese Weise können Studien mit einer enorm großen Anzahl an Probanden umgesetzt werden.

Neben der Lebenserwartung beschäftigte sich die Labrador-Studie mit der Prävalenz von Erkrankungen. Ohrinfektionen waren mit über zehn Prozent der häufigste Vorstellungsgrund beim Labrador. Auch hier waren die Tiere mit braunem Fell überrepräsentiert: Fast ein Viertel litt unter Ohrinfekten, auch Hauterkrankungen traten häufiger auf. Wahrscheinlich sind die Gesundheitsprobleme eine unbewusste Konsequenz der Selektion auf die rezessiv vererbte braune Farbe im Rahmen der Zucht.

Übergewicht und Osteoarthritis

Die Rasse insgesamt kämpft mit Übergewicht, fast neun Prozent litten an Adipositas, über fünf Prozent an Osteoarthritis. Die häufigste Todesursache waren muskuloskelettale Erkrankungen, daran verstarb fast ein Viertel der untersuchten Tiere.

(vm)

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