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Auf gepackten Koffern: Auch Tiere müssen in den Ferien gut versorgt sein.
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Auf gepackten Koffern: Auch Tiere müssen in den Ferien gut versorgt sein.

Ferienbetreuung

Urlaub mit und ohne Haustier: Worauf bei der Planung zu achten ist

Mit dem Start der Urlaubssaison beginnt für Tierbesitzer auch die Herausforderung der Urlaubsplanung.

Sowohl für uns Menschen als auch für unsere Haustiere ist die Urlaubszeit eine Zeit der Vorfreude und Erholung. Allerdings kann die Planung eines Urlaubs für Tierbesitzer eine besondere Herausforderung darstellen. Wenn man sein Haustier nicht mitnehmen kann, steht die Frage im Raum „Wohin mit dem Tier?“. Es ist jedoch egal, ob die Tiere auf Reisen mitgenommen werden oder nicht. So oder so gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Deshalb sollten die Bedürfnisse des Tieres von Anfang an in die Planung des Urlaubs mit einbezogen werden.

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Vorbereitung ist wichtig

Eine gute Vorbereitung ist alles. Bei der Mitnahme von Hunden in den Urlaub kann dieser sowohl den Besitzern als auch dem Hund gleichermaßen Freude bringen. Karina Omelyanovskaya, die Kampagnenverantwortliche für Heimtiere der internationalen Tierstiftung Vier Pfoten, empfiehlt den Tierbesitzern, sich am besten zu Beginn der Planung eine Checkliste zu erstellen. Die wichtigsten Punkte im Bereich der tierärztlichen Rahmenbedingungen sind:

  • EU-Heimtierausweis,
  • aktuelle Impfungen, die für das jeweilige Reiseland gelten,
  • dauerhafte Kennzeichnung durch einen Mikrochip,
  • Registrierung des Tieres in einem Heimtierregister.

Auch bei Reisen innerhalb von Deutschland sollten die Tierbesitzer prüfen, was im Urlaubsort für Auflagen bei der Mitnahme von Hunden gelten, denn nicht jede Rasse darf überall mit hin. Zudem sollte der Hund mit den klimatischen Bedingungen des Urlaubsziels umgehen können.

So wie wir Menschen einen Koffer für unsere Sachen brauchen, benötigt der Hund einen „Hundekoffer“. Dieser sollte, neben den Dingen des täglichen Bedarfs, ebenfalls für den Notfall ausgerüstet sein. Bestandteile hiervon sollten zum Beispiel das Lieblingsspielzeug des Tieres zur Beschäftigung, ausreichend Futter und Wasser, sowie ein Erste-Hilfe-Set speziell für das Tier, eine Liste mit Tierärzten im Urlaubsort, eine Leine und ggf. ein Maulkorb sein.

Betreuung von Hund und Katze

Während Hunde sehr gesellige Tiere sind und sich gerne in der Gegenwart von Artgenossen aufhalten, sind Katzen lieber in ihrer vertrauten Umgebung unterwegs. Deshalb sollte man gerade bei Katzen gucken, dass die Katzenbesitzer sich eine Vertrauensperson für die Zeit ihrer Abwesenheit suchen. Ansonsten gibt es in vielen Städten auch Tiersitter. Es wird dazu geraten, egal um welche Art von Betreuung in den eigenen vier Wänden es sich handelt (also privater Kontakt oder Betreuung durch einen Dienstleister) im Vorfeld die Aufgaben schriftlich festzuhalten, wodurch sich Missverständnisse häufig vermeiden lassen.

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Außerhäusliche Betreuung von Hunden und Katzen

Sollten Tierbesitzer keine Vertrauensperson oder Tiersitter finden, gibt es laut Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologische Fachbetriebe e.V. (ZZF), vielfältige Angebote für die Betreuung von Heimtieren. Zu diesen Alternativen gehören Tierhotels oder Tierpensionen. Deshalb ist es ein absolutes No-Go die Tiere für die Zeit des Urlaubs unbeaufsichtigt zu Hause zu lassen. Allerdings stellen sich Tierbesitzer dann die Frage „Wie finden wir die passende Unterkunft für unser Tier?“. Um eine für das Tier geeignete Unterbringung zu finden, ist ein Erfahrungsaustausch hilfreich, der im Bekanntenkreis oder auch über die sozialen Netzwerke stattfinden kann. Ebenfalls können sich Tierbesitzer bei örtlichen Tierschutzvereinen oder in Zoohandlungen bezüglich einer Ferienobhut oder online, wie zum Beispiel auf der Internetseite www.leben-mit-heimtier.de, die der ZZF empfiehlt, informieren und beraten lassen.

Wenn eine passende Unterkunft gefunden ist, sollte man sich diese vorab angucken, um sicher zu gehen, dass die Bleibe den Bedürfnissen des Tieres gerecht wird. Außerdem ist ein Aufenthalt auf Probe vor der eigentlichen Reise zu empfehlen. Ein gutes Tierhotel oder eine gute Hundepension erkennt man daran, dass vorher nach dem Charakter, den Ernährungsbedürfnissen und Impfungen des Tieres gefragt wird. Zudem sollten sich Tierbesitzer vorher immer den verpflichtenden Sachkundenachweis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes zeigen lassen.

Betreuung von Kleinsäugern und Aquarientieren

Halter von Kleinsäugern können sich ebenfalls in Zoohandlungen nach Angeboten fürs Tiersittig informieren. Sie sollten aber drauf achten, dass die betreuten Tiere abgetrennt vom Verkaufsraum untergebracht werden.

Bei Zierfischen können die Tierbesitzer Kameras und Futterautomaten, für eine kurzzeitige Betreuung des Tieres, nutzen, die sich über das eigene Smartphone bedienen lassen. Dies ist allerdings keine langfristige Alternative, denn die Technik kann kaputt gehen oder eine Zeit lang ausfallen. Dies gilt auch für alle anderen Tierarten, da man nicht sicherstellen kann, wie es um das Wohlbefinden des Tieres steht. Deshalb sollte es hier auch immer eine Person geben, die nach dem Rechten schaut.

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Abschließend lässt sich sagen, dass die intensive Planung eines Urlaubs für Tierbesitzer von großer Bedeutung ist, um sicherzustellen, dass sowohl die Bedürfnisse der Tiere als auch die der Besitzer erfüllt werden. Dies gilt sowohl bei einer häuslichen als auch außerhäuslichen Betreuung des Tieres. Das Wichtigste bei einem Urlaub ohne Tier ist, dass, egal um welche Tierart es sich handelt, es unter keinen Umständen allein zu Hause gelassen wird, sondern immer eine Person nach dem Tier schaut und sich darum kümmert. (Chantal Hoffschneider)

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